Full text: Flandern 1917 [27] (Band 27/1928)

III 
An der Verwundetensammelstelle müssen sie sich trennen. Müller III 
kramt in seinen Taschen und ist ganz aufgeregt. 
„Hier," sagt er, „das zum Dank für Deine treue fjllse." 
Damit reicht er dem Tommy sein gefülltes Zigarettenetui. Der 
Lange lehnt höflich ab. 
Müller III zeigt auf seinen Verband, dann auf seinen Mund, indem 
er die Bewegung des Rauchens macht. Dann schüttelt er verneinend 
den Kops. 
Der Engländer versteht, Müller III will ihm klar machen, daß er 
aufs erste doch nicht rauchen kann. Er läßt sich den Inhalt des Etuis in 
die Hand schütten und verstaut die Zigaretten in der Brusttasche seines 
Khakirockes. 
„Also das dritte Haus neben der Kirche!" lallt Müller III. 
Dann laden sie ihn in das Sanitätsauto. 
* 
Am nächsten Morgen liegt er im Lazarettzug. Drei Tage später 
ist er in Deutschland. Sein Lungenschuß heilt glatt und schnell. Dann 
gibt es vierzehn Tage Heimaturlaub. 
Mitte Oktober ist er wieder im Feld. Das Regiment liegt noch in 
Flandern. 
Schreiboom ist um diese Zeit nicht mehr in deutscher Hand. Aber 
von der Vorfeldstellung bei Schaap Balie aus kann Müller III noch 
deutlich den Fleck sehen, wo einstmals der K.T.K, gestanden.
	        

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