Full text: Flandern 1917 [27] (Band 27/1928)

Einführung. 
über sechs Monate lang hat die Schlacht in Flandern im Jahre 
1917 gerast. Dutzendweise verschwanden hüben und drüben die Divisionen 
im Wirbel des Kampfes, um nach kurzer Frist gelichtet und erschöpft, oft 
zu kümmerlichen Resten ausgebrannt, aus dem Hexenkessel wieder aus- 
zutauchen und frischen Divisionen die Füllung der klaffenden Lücken zu 
überlassen. Die Schriftleitung hat das gewaltige Geschehen in allen 
Einzelheiten mit weitgehender Unterstützung der Mitkämpfer erforschen 
und festlegen lassen. Die von Archivrat Walther Brandt, Archivrat 
vr. Georg S t r u tz und Oberst a. D. Ludwig Lange geleistete mühe- 
volle Arbeit ist zu einem umfassenden Werk angeschwollen. Die Ver- 
öffentlichung im Rahmen des begrenzten Umfanges der Schriftfolge hat 
sich jedoch leider als unmöglich erwiesen. Wir hätten dafür mindestens 
3—4 Bände ansetzen müssen. Auf der anderen Seite konnte die ge- 
waltigste Materialschlacht des Weltkrieges nicht gänzlich ausgelassen 
werden, da die Schriftfolge ihrer Bestimmung gemäß in ihrem Zusammen- 
hange wenigstens einen Überblick über die wesentlichsten Schlachten des 
Weltkrieges geben soll. Wir haben uns deshalb entschlossen, die Arbeiten 
der genannten Herren dem Verfasser von „Douaumont", „Loretto" und 
„Ypern 1914", Herren Werner Beumelburg, zur Verfügung zu stellen, 
mit dem Auftrage, in einem Bande das charakteristische Erleben der 
Flandernschlacht psychologisch herauszuarbeiten, um so wenigstens den 
Beziehern der Schlachtenfolge einen gefühlsmäßigen Einblick in das 
ungeheure Ringen zu vermitteln. Die Erfahrung hat gelehrt, daß weite 
Kreise der Freunde unserer Arbeit solche Schilderungen besonders zu 
begrüßen pflegen. In der Tat muß auch vom historischen Standpunkte 
aus eine derartige Darstellung persönlichen Erlebens, die Vermitte- 
lung menschlichen Empfindens, seelischer Eindrücke, die Zeichnung von 
Wirklichkeitsbildern, die jeder nachempfindet, der an den Kämpfen teil- 
genommen hat, als berechtigt anerkannt werden. Sie gestattet eigentlich 
erst, eine wirkliche Vorstellung von der Größe der vollbrachten Taten zu 
gewinnen, sie gibt einem heranwachsenden Geschlechte die Möglichkeit, 
die Schwere unseres Ringens zu erfassen, den Begriff „Materialschlacht"
	        

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