Volltext: Der Sammler 10. Jahrg. 1914 (1914)

Ur.1 — 10. Jatzrg. 
Beilage f. „Schavdingev Wochenblatt" Jänner 1014 
D<sp ^ammlen. 
Mitteilungen des Vereines zur Erhaltung des Stadtmuseums und zur Erhaltung des bau 
lichen Charakters der Stadt Schärding. 
Infolge der in den Monaten Dezember und Jänner beim Buchdruckergewerbe eingetretenen Betriebs 
störungen erscheint der Sammler verspätet. 
Inhalt: Protokoll — Jahresbericht und Tätigkeitsbericht des Musealvereines im Jahre 1913. 
Protokoll 
aufgenommen bei der Jahreshauptversammlung des 
Musealvereines Schärding am 5. Jänner 1914 
in „Kapsreiters Bräustübel". 
Anwesend 25 Mitglieder. 
Der Obmann des Vereines, Ed. Kyrie, er 
öffnet die Versammlung, begrüßt die Erschienenen, 
insbesonders den anwesenden Herrn k. k. Siatt- 
haltereirat A. Wagner und spricht zugleich sein 
Bedauern über dessen Abgang von Schärding aus; 
ferner werden noch Herr Bürgermeister M. Hölzl 
und Herr Karl Altmann seitens des Obmannes 
freundlichst begrüßt. 
Es wird nun in die Tagesordnung ein 
gegangen. 
1. Der allgemeine Jahresbericht des Schrift 
führers Direktors Al. Deubler wird mit Dank zur 
Kenntnis genommen 
2. Erstattung des Kaffaberichtes durch den 
Zahlmeister A. Pfliegl. Nach demselben stellen sich 
pro 1913 die Einnahmen auf . 1826 36 Kronen 
die Ausgaben auf . 1217 63 „ 
mithin sich ein Vermögensstand per 608 73 Kronen 
ergibt. Kassastand und Beilagen werden von den 
Rechnungsprüfern, den Herren Degn und Kaiser, 
vollständig richtig befunden und sodann dem Zahl 
meister Entlastung mit dem Ausdrucke des Dankes 
erteilt. 
3. Erstattung des Tätigkeitsberichtes durch 
den Vereinsobmann. Der ausführliche Bericht wird 
mit Beifall und Dank zur Kenntnis genommen 
und dem Buchdruckereibesitzer Herrn Vees für den 
kostenlosen Druck des „Sammlers" der beste Dank 
ausgesprochen. 
4. Ergänzungswahlen in den Ausschuß. Die 
satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder, und zwar 
die Herren Buchta, Degn und Kaiser, werden per 
Zuruf wiedergewählt. 
5. Aufstellung des Präliminares pro 1914. 
Dasselbe wird mit einem Erfordernis per 1440 Kr. 
und der Bedeckung per 1127 „ 
somit mit einem Abgang per 313 Kr. 
angenommen. Der Abgang müßte mit einer zu 
erreichenden Subvention seine Deckung finden. 
6. Präliminare für die Aufstellung des allen 
Stadtbrunnens. Erfordernis . 2370 Kroneu 
eigene Bedeckung 700 „ 
Abgang 1670 Kronen; 
dieser Abgang könnte nur durch mehrere fort 
laufende Subventionen, um die bereits nachgesucht 
wurde, seine Bedeckung finden. 
Wird zur Kenntnis genommen. 
7. Anträge und Anregungen. 
a) Herr Buchta regt an, es werde auch im 
heurigen Jahre ein Unterhaltungsabend, dessen 
Reinerträgnis der Museumskaffe zufällt, ver 
anstaltet. — Wird dem Ausschüsse zur Be 
ratung und eventuellen Durchführung zu 
gewiesen. 
b) Herr Pinter richtet an den Landtagsabg. 
Bürgermeister Herrn M. Hölzl die Bitte, zu 
erwirken, daß die seinerzeit zugesicherte Jahres 
subvention des hohen Landtages per 200 Kr. 
auch noch für die Jahre 1912 und 1913 dem 
Museum ausgefolgt werde. 
Herr Bürgermeister M. Hölzl dankt namens 
der Stadt dem unermüdlichen Obmanne des Museal 
vereines für seine außerordentliche Tätigkeit und 
verspricht, hinsichtlich Erlangung der Landessub 
vention die nötigen Schritte zu unternehmen. 
Herr Statthaltereirat A. Wagner dankt für 
die ihm eingangs der Versammlung entgegenge 
brachten freundlichen Worte, verabschiedet sich von 
dem Musealverein und verspricht aber zugleich, 
auch in seiner neuen Stellung in Linz jederzeit für 
das Museum in Schärding tatkräftigst eintreten 
zu wollen und dessen Mitglied zu bleiben, was 
mit Dank zur Kenntnis genommen wird. 
Damit wird die Jahreshauptversammlung 
geschlossen. 
Al. Deubler Kyrie 
Schriftführer. Obmann. 
Jahresbericht 
des Musealvereines Schärding für das Jahr 1913, 
erstattet in der Hauptversammlung am 5. Jän. 19l4| 
Wenn ich zu einem kleinen Rückblick auf das 
abgelaufene Jahr 1913 einlade, so sollen in diesem
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.