„Habt ihr hier noch nicht gehört, daß die Schweden
in's Land kommen sollen?"
„Ja, der Vater spricht oft davon; ich fürchte mich gar
sehr vor ihnen."
„Warum fürchtest du dich?"
„Es sind böse Menschen."
„Böse Menschen — die gibt es ja überall! Hast du
denn etwa schon irgendwo Schweden gesehen?"
„O, sie haben mich und den Alanus gefangen."
„Wer ist dieser Alanus?"
„Des Vaters Reitknecht."
„Und wie seid ihr wieder los geworden?"
Peter sah den Mann forschend an und schwieg.
Der Krämer fragte nicht weiter sondern stand auf,
nahm seinen Kasten auf den Rücken und schickte sich zum
Gehen an. „Komm mit," sagte er zu dem Knaben, der
nun seine Pfeifchen und Stäbchen vom Boden auflas und
folgte.
Bis zur Schloßbrücke war nur ein kurzer, schräg an¬
steigender Weg. Das Thor stand heute offen, da fortwährend
Leute aus und ein giengen.
Peter führte den Fremden in den zweiten Hof hinauf
und bat ihn, hier die schönen Sachen auszupacken; der Vater
werde schon kommen oder könne leicht geholt werden.
Der Krämer legte auf einer Bank seinen Waarenvorrat
aus und Peter klatschte vor Verwunderung und Freude in
die Hände, so oft ein besonders glänzender Gegenstand aus¬
gekramt wurde. Auch mehrere von den im Schlosse bediensteten
Leuten traten herzu, um die feilgebotenen Waaren zu besehen
und davon zu kaufen.