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Die WinLer-MasurenschlachL.
18. bis
21. Februar.
greifen; die Feuereröffnung wurde auf den 20. Februar verschoben. Die
10. Landwehr-Division sollte am 19. Februar halbwegs zwischen Lyck und
Augustow Unterkunft beziehen.
In Übereinstimmung mit diesem Heeresbesehl hatte das Armee-
Oberkommando 8 schon im Laufe des Tages Weisungen für den
Angriff gegen die Rarew—Bobr-Festungen gegeben und die Heranziehung
der erforderlichen Artillerie- und Pionierverstärkungen in die Wege geleitet.
Die Gruppierung der Armee am 17. Februar abends war folgende:
An die bei der Armee-Abteilung Gallwitz verbliebene 37. Infanterie-
Division des XX. Korps schloß östlich der Szkwa der Landsturmgrenz¬
schuh des Stellvertretenden Generalkommandos des XX. Armeekorps in
Linie Demby—Leman an. General v. Scholh lag mit der 41. Infanterie-
Division seines XX. Korps und der 34. Landwehr-Brigade der 1. Land¬
wehr-Division vor dem Skroda-Abschnitt südöstlich Kolno. Vor Osowiec
stand die 6. Reserve-Insanterie-Vrigade der 3. Reserve-Division und die
11. Landwehr-Division unter General der Infanterie v. Freudenberg im
Kampfe um das Vorfeld der Festung. Das Aufmarschgelände für die
Velagerungsartillerie war noch nicht gewonnen. Die 5. Infanterie-Bri¬
gade war in Szczuczyn eingetroffen. Der Rest der 8. Armee, die 10. Land¬
wehr-Division, die %: 3. Reserve-Division und die Vs 1. Landwehr-Division
standen nach den Kämpfen bei Augustow noch westlich des Ortes. General
v. Below stellte nunmehr die 5. Infanterie-Brigade und 6. Reserve-Infan-
terie-Brigade zunächst dem General v. Scholh zur Verfügung. Das Armee-
Oberkommando verlegte sein Hauptquartier am 18. Februar nach Lyck.
Der Angriff des XX. Korps brachte an diesem Tage einen wesent¬
lichen Fortschritt. Nordwestlich von Stawiski gab der Feind nach. Am
19. Februar räumte er auch den Skroda-Abschnitt. Die 41. Infanterie-
Division drängte in breiter Front bis hart nördlich Maly Plock nach.
Die 5. Infanterie-Brigade und die 6. Reserve-Insanterie-Vrigade stießen
auf starke Gegenwehr russischer Garde und kamen bis nördlich Dobrzy-
jalowo und bis Iedwabno vor. Am 19. Februar schwenkte der Grenzschuh mit
seinem Ostflügel bis Ptaki an der Pisa vor. Gegenüber der Gruppe Scholh
hingegen leistete der Feind — anscheinend die 1. kaukasische Schützen-Bri¬
gade, das Gardekorps und das IV. sibirische Korps — in den nächsten
Tagen zähen Widerstand, so daß nennenswerte Fortschritte nicht erzielt
werden konnten. Die 34. Landwehr- und die 5. Infanterie-Brigade wurden
wieder unter dem Befehl des Kommandeurs der 1. Landwehr-Division,
Generals v. Iacobi, vereint. Die 6. Reserve-Insanterie-Vrigade mußte
Iedwabno vor umfassenden Angriffen stark überlegenen Feindes am
20. Februar räumen. Der Gegner drohte hier nach Norden durchzustoßen.
Inzwischen war General Kolewe mit dem Nest seiner 3. Reserve-Division