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Die Winter-Masurenschlacht. 
S. bis 
12. Februar. 
ganzen russischen V. Korps in dieser Gegend gerechnet werden. Am 27. Fe¬ 
bruar begann der Gegner mit starken Angriffen auf dem Westufer der Pisa; 
örtliche Erfolge des Grenzschutzes gingen wieder verloren. 
Vor Osowiec war am Nachmittage des 25. Februar mit vier 21 cm- 
Mörser-Vataillonen und einer österreichischen 30,5 ein-Motor-Mörser- 
Vatterie die Beschießung der Werke eröffnet worden. Am 27. Februar 
standen an schwerer Artillerie insgesamt zehn lOani- und zwei 15 cm. 
Marine-Kanonen, 32 schwere Feldhaubitzen, 32 Mörser, vier österreichische 
Motor-Mörser und drei schwerste Kaliber (28, 30,5 und 42 ern) gegen die 
Festung im Feuer. Die russische Artillerie antwortete zunächst auffallend 
schwach. Vis zum Abend des 25. Februar schien das Fort II im Straßen¬ 
bogen nördlich des Ortes niedergekämpft zu sein, das Zentralwerk (Fort I) 
in unmittelbarer Nähe der Stadt brannte an zwei Stellen. Nach Ge- 
fangenenaussagen stand das ganze III. kaukasische Armeekorps im Raume 
von Osowiec; die Höhen des jenseitigen Vobr-Afers waren, wie durch 
Fliegerbeobachtung bestätigt wurde, zur Verteidigung vorbereitet. 
b) Die Offensive der Armee-Abteilung Gallwitz vom 9. bis 28. Februar 1915. 
Karten 13 und 14. 
Am 7. Februar hatte der Oberbefehlshaber Ost dem General 
v. Gallwitz die Deckung der Offensive der 8. und 10. Armee^) gegen die 
russische 12. Armee nördlich Warschau sowie den unbedingten Schutz West- 
und Ostpreußens übertragen und ihm anheimgestellt, dem General v. Scholh 
zunächst noch den Befehl über das Korps Zastrow zu belassen ... „In 
ihrer jetzigen Zusammensetzung" — so hieß es in dem Befehl — „ist die 
Armeegruppe in der Lage, dem Angriff der russischen 12. Armee zu wider¬ 
stehen, zumal die Heereseinheiten einen guten Stand bei der Infanterie 
haben und über reichliche schwere Artillerie verfügen. Sobald der Auf¬ 
marsch der Armeegruppe beendet ist — etwa am 11. Februar —, wird in 
Erwägung zu ziehen sein, den rechten Flügel der Armeegruppe zunächst bis 
an die Skrwa vorzuschieben, um dadurch einen etwaigen Vormarsch der 
russischen Armee in der Flanke zu stehen und Anschluß an den linken Flügel 
der 9. Armee an der Vzura-Mündung zu gewinnen. Nähere Weisungen 
behalte ich mir vor." 
Angriffe vom 9. bis 16. Februar. 
Die Gruppierung vorwärts der ostpreußischen Südgrenze war am 
9. Februar folgendes: Vom Gouvernement Thorn stand auf dem rechten 
0 S. 174. — 2) Vgl. Karte 13.
        

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