Volltext: Vom Ausklang der Schlacht bei Limanowa-Łapanów bis zur Einnahme von Brest-Litowsk 2 : Das Kriegsjahr 1915 1 [Textbd.] (2 : Das Kriegsjahr 1915 ; 1 ; [Textbd.] ;)

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Der Feldzug von Brest-Litowsk 
XVIII., den Bachabschnitt Chlebowice Wk.—Wybranówka für das V.Korps 
und durch Brzozdowce für die Gruppe Szurmay gekennzeichnet waren. 
Von der russischen 8. und 11. Armee wußte man durch mitgelesene 
Funksprüche, daß sie am 22. wohl ihre Korpskommandos in die Linie 
Dobrotwór—Gliniany—Bóbrka—Narajów rückverlegt hatten; doch mußte 
noch mit hartnäckig sich wehrenden Nachhuten gerechnet werden. 
Am 23. früh schritt das k.u.k. IV.Korps mit der 27., der 32. und der 
43. Division zum Angriff gegen das in der Linie Barszczowice—Miklaszów 
festgestellte russische VII. Korps, indes die noch nördlich des die neue 
Armeegrenze bildenden Jaryczowskikanals befindliche 31. ID. nach 
Süden hinter die 27. als Korpsreserve gezogen wurde. Kurz nach 10h 
vorm. erstürmten die 43.SchD.und die 32. ID. das zäh verteidigte Mi- 
kìaszów, worauf das Korps die Vorrückung gegen Osten fortsetzte. 
Hiebei mußte die 27. ID. im Angriff etwas gebremst werden, weil das 
links benachbarte Beskidenkorps sich nordwärts gegen Zoltance zog und 
die linke Flanke der 27. ID. offenließ. 
Beim XIX. Korps drang die 29. ID., verstärkt durch die halbe 
13. SchD. — die 26. SchBrig. dieser Division war zunächst Besatzung von 
Lemberg geblieben — gegen Czy£ykow vor. Die 34. ID. entriß dem 
Feinde D±winogrod, wandte sich dann mit Teilen nach Süden, um dem 
vor dem XVIII. Korps (9. ID. und l.LstlBrig.) in der Bahnschlinge bei 
und südlich von Stare Siolo noch haltenden Russen den Rückweg nach 
Bóbrka zu verlegen. Im gleichen Sinne wirkte von Süden her die aus 
der 4. KD. und der 1. LstHusBrig. gebildete Gruppe GM. Berndt. 
Das V. Korps rückte, von den Nachhuten des russischen VI. Korps 
nur wenig behindert, mit der 33. und der 14. ID. sowie mit der 51. HID. 
in direkt östlicher Richtung vor; doch erreichte nur die letztgenannte, 
die in der Frühe Mikolajów kampflos durchschritten hatte, das ihr zuge¬ 
wiesene Marschziel Wybranówka. Die beiden anderen Divisionen, in 
ihrem Marsch durch die ausgebreiteten Waldungen gehemmt, gelangten 
bis Suchodól. Die 7. ID. hatte anfänglich hinter der 51. HID. zu folgen. 
Die Gruppe Szurmay (40. HID. und 128.HIBrig.) gewann das nördliche 
Dniesterufer. 
Bis zum 23. abends hatte die 2. Armee wohl ihre zuerst tief einge¬ 
buchtete Mitte in eine geradlinige Front gebracht, die Vorrückungsziele 
waren aber nur am äußersten Südflügel erreicht worden. 
Unterdessen hatte die deutsche 11. Armee begonnen, sich für den 
Nordstoß bereitzustellen; ihre nach Osten offene Flanke hatte das Bes¬ 
kidenkorps zu sichern, das hiezu der 11. Armee unterstellt wurde.
	        
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