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Tattenbach an den Grafen Johann Reichard Salbmg zu
Altenhof verkauft wurde.19)
c) Der Katzbrennerhof.
Die Katzbrenner29) waren passauische Dienstmannen und
stammen aus Bayern. Ein Otto Katzbrenner erscheint als
Zeuge 1150 in einer Urkunde, in der Eberhard Rotte ein
Gut zu Harbach der hl. Maria zu Formbach vermacht.21)
Wann dieses Geschlecht ins Mühlviertel oder nach Oester¬
reich überhaupt kam, ist nicht bekannt.22) Im 15. Jahr¬
hundert war der Katzbrennerhof von den Schärfenbergern
lehenbar. Am 7. Juli 1466 vertauschte Bernhard von
Schärfenberg mit dem Herrn Ulrich von Starhemberg seine
rittermäßige Lehenschast und Mannschaft auf Katzbrenning
und erhält dafür die rittermäßige Lehen- und Mannschaft
auf dem Gute zu Panholz in Sarieinsbacher Pfarre.29)
Ulrich Katzbrenner heiratete Barbara, die Tochter Sieg¬
munds, des letzten Chelzen (1387 — 1410), dessen Güter in
der Pfarre Kirchberg an der Donau lagen. Er mußte aber
bald darauf das Lehen Katzbrenning verkauft haben,21) denn
1443 verkaufte es Agnes der Hans Neidteggers Witwe
schon wieder an Mett Oed er, welcher es 1455 an Stephan
und Ursula Kraft zu Marsbach gegen ein anderes Gut ver¬
tauschte.29)
Im 17. Jahrhundert finden wir den Katzbrennerhof im
Besitze der Tattenbäcker zu Freizell, welche ihn ursprüng¬
lich als Maierhof gebrauchten, dann aber einen Untertanen
darauf setzten.
d) Faltzenskein.
Als sich eines Tages Gräfin Jutta von Pcilftein20)
zur Jagd rüstete, wurde ihr gemeldet, daß ihr bester Jagd-
i8) Urbar von 1750 im Schlosse Altenhof.
s») Sie führten nach Hoheneck eine auf den Hinterfüßen sitzende
Katze im Wappen
ll) Mon Boic. Bd. 4.
3S) 1376 war Ulrich Katzbrenner Pfleger zu Schaumburg.
33) Dr. Riedegg Nr. 675.
24) Die Katzbrenner besahen 1455 die Königshube in der
Pfarre Natternbach.
3°) Göhendorfer Atzten im Landesarchiv Linz.
•6) Burg Peilstein soll in der Nähe des heutigen Mayrhofes in
Falkenstein gestanden fein, wo noch Mauerreste zu sehen sind. (Nach
der Volksüberlieferung.)

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