Full text: Die Operationen des Jahres 1915 ; [1]. Die Ereignisse im Winter und Frühjahr (7. 1931)

Lage bei der Armee-Abteilung Gallwih am 9. Februar. 
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Weichsel-Afer zwischen Wloclawek und nordwestlich Skempe das Korps 
Dickhuth; auf seinem linken Flügel war die verstärkte 75. Infanterie- 
Brigade vom XX. Armeekorps eingesetzt). Östlich davon schob sich die 
bei Strasburg ausgeladene 1. Garde-Reserve-DivisionH beiderseits Szczu- 
towo ein, wo die zusammengesetzte Garde-Kavallerie-") und die 8. Kaval¬ 
lerie-Brigade der 2. Kavallerie-Division während der letzten Tage verlust¬ 
reiche Kämpfe zu bestehen gehabt hatten"). Der linke Flügel der 1. Garde- 
Reserve-Division reichte nach Osten etwas über die große Straße Nypin— 
Sierpc hinaus. Die Garde-Kavallerie-Brigade wurde ihr unterstellt; links 
von ihr schloß der Rest der 2. Kavallerie-Division bis östlich Nadzanowo 
an. Das Korps Zastrow stand in weitem Bogen vorwärts Mlawa bis an 
Ianowo heran. Von dort bis zum Pisseck sicherte Landsturm; das 
^ XX. Armeekorps war hier im Eintreffen begriffen. 
General v. G a l l w i tz übernahm am Nachmittage des 10. Februar 
in Deutsch-Cylau den Befehl über die Armee-Abteilung. Am gleichen Tage 
hatte bereits auf Befehl des Oberbefehlshabers Ost der umfassende Angriff 
auf Sierpc begonnen. General v. Gallwih war der Ansicht, daß nur ein 
weiter östlich einsehender Angriff des linken Flügels seiner Armee-Abteilung 
den Gegner an Kräfteverschiebungen zur Unterstützung seiner 10. Armee in 
Masuren verhindern könnte. Er entschloß sich daher, die bereits ein¬ 
geleitete Bewegung seines rechten Flügels durchzuführen, dann aber mit 
dem vom Oberbefehlshaber Ost in Aussicht gestellten I. Reservekorps, das 
die 9. Armee abgeben sollte, einen zweiten Stoß auf dem Ostflügel seiner 
Armee-Abteilung zu führen. 
Der Angriff auf dem rechten Armeeflügel hatte Erfolg; in der Nacht 
zum 12. Februar wurde Sierpc im Sturm genommen, und in den nächsten 
beiden Tagen Goleszyn sowie die Gegend nordwestlich Dobrin und Racionz 
erreicht. Inzwischen war auf dem linken Armeeflügel Generalleutnant 
v. Staabs mit der % 37. Infanterie-Division am 12. Februar bis über 
Kadzidlo vorgegangen, am nächsten Tage aber vor überlegenem Gegenangriff 
wieder bis halbwegs Myszyniec zurückgewichen. 
Nachdem am 13. Februar auf Befehl des Oberbefehlshabers Ost die 
Gruppe Scholtz aus dem Bereiche der Armee-Abteilung ausgeschieden warP 
verfügte General v. Gallwih nur noch über die Korps Dickhuth und 
Zastrow, die 1. Garde-Reserve-, die 37. Infanterie- und die 2. Kavallerie- 
Division sowie über Landsturmtruppen. General v. Gallwih, desien Haupt¬ 
quartier am 14. Februar von Deutsch-Cylau nach Soldau verlegt worden 
war, wollte nunmehr im Sinne seiner bisherigen Erwägungen mit dem bei 
13. bis 
16. Februar. 
i) S. 170. — -) S. 165. — ->) S. 244.
	        

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