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kame.
in d
müt!
Ein Studentenstreich.
Journaldienst heißt es im Amtsdeutsch. Man könnte es
auch ganz gut als Diensthaft übersetzen, denn eigentlich ist es
nichts andres. Journaldienst übernehmen, ist gleichbedeutend
mit dem Antritt einer vierundzwanzigstündigen Arreststrafe,
denn während dieser .24 Stunden durfte der Beamte das
Kommissariatsgebäude nur dann verlassen, wenn dienstliche
Notwendigkeit dies erheischte. In dieser Zeit ist er der viel—
geplagte, schonungslos gehetzte Vertreter, der Polizeigewalt
seines Bezirkes, der immer bereit sein muß, verantwortungs—⸗
volle Verfügungen zu treffen, Parteien zü empfangen, Häft—
linge einzuvernehmen und alle die andern vielfachen Pflichten
zu erfüllen, deren Gesamtheit eben die Obliegeüheiten eines
alles eher als beneidenswerten Polizeibeamten bilden. Der
Parteienverkehr, der ununterbrochen die Stunden des Tages
ausgefüllt hat, setzt auch bei Nacht nicht aus, und mag nun der
Fall wirklich dringend oder ein noch so nichtiger sein, nie darf
der im Dienst stehende Polizeibeamte die Partei abweisen,
immer muß er bereit sein, sie zu empfangen, sei es, um wirklich
einzuschreiten, sei es, um nur einen Ratschlag zu erteilen. Wenn
es dann nach Mitternacht einigermaßen ruhiger wird, dann
muß der beim Polizeikommissariat Innere Stadt im Dienfte
stehende Beamte den Vorfallenheitsrapport schreiben, den Be⸗
richt über alle wichtigen und auch nichtigen Ereignisse, die
während des Tages und während der Nacht sich ereignet haben.
Endlich, schon nach 2 Uhr morgens, war er auch damit
fertig, und nun konnte er sich ein wenig auf das Dienstbett hin—
legen und schlafen, wenn es seine Abgespanntheit, sein ab—
gebrauchtes Nervensystem zuließ. Schlaf war es wirklich
nicht zu nennen, sondern nur ein leichtes Duseln, aus dem ihn
das Eintreten des Polizeiagenten aufscheuchte. „Eine
Arretierung ist draußen, Herr Doktor, oder besser gesagt,
gleich vier Arrestanten, die einen städtischen Kehrichtwagen
gestohlen haben!“ Mißmutig, in sich hineinschimpfend, ohne
seinen Groll laut werden zu lassen, erhob sich der Müde von
seinem Lager, richtete den Uniformrock zurecht und begab sich
dann in den vorderen Raum, die eigentliche Amtsstube. Ein
Druck auf den elektrischen Taster benachrichtigte den im Vor—
raum befindlichen Polizeiagenten, daß die Angehaltenen vor—
öffer.
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