Volltext: Das Decanat Peyerbach im Hausruck-Kreise von Oesterreich ob der Enns, mit den Grafen von Schaumburg [17,3] (17 = Abth. 3 ; Bd. 4 ; / 1839)

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schlecht seiner Erbauer über. Gundacker der II./ ein Enkel 
Albero's des Markgrafen von Steyer, erbaute im Jahre 1176 
diese Burg am Starhemberg, und nannte sich darnach; eine 
eigene Dynastie der Edlen von Starhemberg dadurch begrün 
dend, die noch jetzt in den Fürsten und Grafen von Star 
hemberg rühmlich fortbesteht, welches das von dem Geschlechte 
Schaumburg ererbte Wappen behielt. *) 
Das ursprüngliche Wappen der Starhemberger war ein 
weißer Stier. Nach dem Entsätze von Wien gab ihnen der 
Kaiser Leopold I. den Stephansthurm in das Wappen; die 
Kaiserinn Eleonora einen aus Gold und Edelsteinen zusam 
mengesetzten Adler, zwischen dessen beyden Köpfen der Ste 
phansthurm hervorragt. 
Im Besitze des Schlosses Starhemberg folgten nachher 
obigem Gundacker dem II. von Steyer, der jedoch als 
Stammvater der Edlen von Starhemberg, Gundacker, der I. 
von Starhemberg wurde, und 1379 Rüdiger IV. von Starhem 
berg. Allein unter Rüdiger IV. oder schon nach 203 Jahren 
hörte Starhemberg wieder auf, der Stammsitz des genann 
ten edlen Geschlechts zu seyn, denn für 3000 Pfund Wie 
ner Pfennige hatte er 1379 bereits die Burg und die Gü 
ter von Starhemberg dem Herzoge Albert von Oesterreich 
verkauft. 
Bey dem Schlosse Starhemberg waren schon unter 
Gundacker II. auch andere Güter von denen „ein Gütl bey 
Stahrenberg" dem Kloster Wilhering als Schadenersatz 
übergeben wurde, vorhanden. Nach dem Verkaufs-und Kaufs 
vertrage, war die Herrschaft und die Feste Starhemberg be 
reits 1379 theils ein Lehen des Hochstiftes Passau, theils 
des Grafen von Schaumburg, und von sehr großem Be 
stände, auch bereits mit einem eignen Landgerichte und dem 
* - Unter dem Worte Sachsen im Schaumburgischen Wap 
pen (S. 301) werden in der Diplomatik die Federn der 
Flügel verstanden, die rückwärts unter den Schwungfe-- 
dern sich befinden. (Satterer Wappenkunde.)
	        
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