1490, Wien, 9. April: Quittung des ,,Pier Proys Petter
Burmann zu Sant“ über 47 halb Eimer Pier zu 130 11.
Rheinisch, 37 Kr., 2 Pfennige.
1563, Linz a. D., 3. Mai: Kauf abrech nung zwischen
Hans IV. v. Tschernembl und Wolf von Tannberg über
Schloß Schwertberg. Darin „mayrhoff, tafern und Breu-
hauss“ erwähnt.
1621, Schwertberg, 20. Mai: Schätzung der Herrschaften
Windegg, Schwertberg und Harth. Darin sub Herrschaft
Schwertberg: „Item negst darbey ein wollerbautes Preu-
hauss, Cästen und Kheller, welches ist nur zur Hauss-
notturfft zu gebrauchen, weill es um diese Ration (Ur¬
sache) will Preuhäuser, auch der Markht Schwertberg ein
eigenes hat und das Bier dortorthen nit abgeht, welches
um der Haussnützung willen, sambt dem Preuhauss gleich
voll anzuschlagen mit 300 fl. Rheinisch. Item die Hof-
taferne auf dem Sant negst bey dem Schloß, sambt einem
Lustgärthl und weißl, ist vererbt und hat die Herrschaft
allda die stetigen Fürlag, solche Taferne und Kauffrecht,
Obrigkeit und die nuzung, anzuschlagen mit 1000 fl. Rh.“
1743, Linz a. D„ 1. Januar: Max Lobgott Graf Kuefstein
übergibt seinem Verwalter Wolf gang August Khofl
„Bräuhaus, Mayerhoff und Realitäten“ in Pacht.
1767, Schwertberg, 28. Februar: Schuldschein des Joh.
Adam Mayr, Hofwiert auf der Taferne zu Schwertberg,
über 100 fl. an das Gotteshaus Allerheiligen.
1749 kam das Bräuhaus und die Taverne samt der
Herrschaft Schwertberg durch Erbschaft an die Grafen
Thürheim und blieb es bis 1899, wo es durch Kauf an die
Schwester des Grafen Andor Thürheim, Therese Baronin
Schwiter und deren ältere Tochter Luise kam.
1795 (Nr.202). Josef Hüttner (Bestandbräu) 3823 Eimer,
Aufschlag 1593 fl. 55 Kr.
1895 wurde das Schloßbräuhaus erweitert.
1909 erbten nach dem Tode der Baronin Schwiter deren
beide Töchter Luise und Leopoldine, verh. Baronin Blitters-
dorff, die der Verstorbenen gehörigen Hälfte der Herr¬
schaft.
1911 verkauften obige Töchter die Herrschaft Schwert-
berg an den Grafen Alexander Hoyos, Legationsrat, der
das Bräuhaus bald darauf an die Linzer Aktienbrauerei
verkaufte, die es stillegen ließ und nur als Bierdepot be¬
nützte. (Nach Mitteilung von Philipp Freiherrn von Blit-
tersdorff, Niederrottensheim, in li 47.)
Greinburg über Grein. 1795 (Nr. 193). 2304
Eimer, Aufschlag 959 fl. 2 Kr. 1804: Die Bürgerschaft der
80