Volltext: Das Kriegsjahr 1917 ; 6. Das Kriegsjahr 1917 ; [Textbd.] ; (6. Das Kriegsjahr 1917 ; [Textbd.] ;)

Andauernde Anstürme der Italiener auf dem Südflügel 449 
wurden, gelang es den nachfolgenden endlich doch, in der Linie la 
Fuß zu fassen. Gar bald machte aber das tapfere IR. 39 mit den 
Eindringlingen reinen Tisch. Kurze Zeit darauf ging der zähe Feind 
einerseits gegen die Höhe -<¡>-363, anderseits gegen den Fajti hrib 
los. Beide Angriffe brachen áber bereits im Abwehrfeuer zusammen. 
Trotz dieser Mißerfolge rafften sich die Italiener am Abend nochmals 
zu einem neuerlichen Ansturm gegen die ganze Front der 17. ID. auf, 
der stellenweise zum erbitterten Handgemenge führte; wieder zeich¬ 
neten sich neben den 46ern die 39er ganz besonders aus1). Erst in 
der Nacht stellte der Feind sein vergebliches Bemühen ein. Nicht min¬ 
der scharf hatte sich die 44. SchD. am Nordflügel des Abschnittes III 
zu wehren. Bei dieser bildeten immer wieder die Höhenstellung am 
Abhang des Fajti hrib und der Stützpunkt -<¡>-126 nordwestlich von Spa- 
capani die Hauptangriffsziele. Auch hier trat erst spät am Abend Ruhe 
ein. Ein wesentlicher Anteil an der zuletzt völligen Vereitelung der 
feindlichen Bestrebungen war dem hervorragenden Wirken der Artil¬ 
lerie zuzuschreiben. Besonders die Art, wie sie jedem Angriff bereits 
zu begegnen trachtete, bevor er noch zum Sturme ausreifte, war 
musterhaft. 
Im Wippachtale hatte an diesem vierten Tage der Schlacht das 
italienische VIII. Korps seine Anstrengungen vornehmlich gegen die 
Front Biglia—St. Peter gerichtet, wahrscheinlich deshalb, um den Gro߬ 
angriff der 3. Armee mittelbar zu unterstützen. Die tapferen Westungarn 
der 14. ID. wichen aber nicht um einen Schritt zurück. Die 58. ID. schlug 
unterdessen zwei schwächliche Angriffsversuche beiderseits vom Rosen¬ 
tal zurück. Nachmittags ebbte dann d,as Gefecht vor dem k. u. k. XVI. 
Korps merklich ab. 
Gegen die Front Mt. S. Gabriele—Vodice rannten die Italiener nur 
nooh einmal in den ersten Morgenstunden an. Die schneidig in mehre¬ 
ren Linien vorwärtsgehende Brigade Forlì stieß beim Dolsattel auf die 
nicht weniger tapferen Bataillone II/22 und 1/87 der k. u. k. 57. ID.; 
sie mußte nach blutigem Handgemenge wieder zurück, erlitt empfind¬ 
liche Verluste und war nicht mehr imstande, den Angriff zu erneuern, 
obgleich die italienische Artillerie wieder Zerstörungsfeuer abgab und 
ein Fliegergeschwader den Raum um Britof ausgiebig mit Bomben be¬ 
legte. Auf der Höhe -<¡>-652 und bei Vodice wehrte am Vormittag das 
1) Dem Major Konstantin Popovits, Kommandanten des Bataillons IV/39, wurde 
für „äußerst aktive und initiative Verteidigung der Höhenlinie bei -<>- 378" das Ritter¬ 
kreuz des Militär-Maria Theresien-Ordens verliehen. 
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