Volltext: Vom Ausklang der Schlacht bei Limanowa-Łapanów bis zur Einnahme von Brest-Litowsk 2 : Das Kriegsjahr 1915 1 [Textbd.] (2 : Das Kriegsjahr 1915 ; 1 ; [Textbd.] ;)

Erfolge der 8. und der 12. ID. bei Gorlice 
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die 8. ID. mit großer Tapferkeit den Raum bei Sçkowa erstritt, die 12. ID. 
in der Richtung gegen Gorlice erhebliche Fortschritte erzielte und auch 
die Gruppe Hadfy, obgleich sie am linken Flügel einen Rückschlag erlitt, 
gegen Staszkówka vordrang. Der Nordflügel der 4. Armee beschränkte 
sich dem starken Feinde gegenüber auf Scheinunternehmen. Aber die 
Offensive über Sçkowa und gegen Gorlice konnte nicht in Schwung er¬ 
halten werden; abermals wurde die Tätigkeit der Truppen durch heftige 
Schneestürme gehemmt und zahlreiche Erfrierungsfälle lichteten die Reihen 
des Angreifers. Der Verlust vom 8. bis 11. März betrug etwa 6000 Mann. 
Das 4. Armeekmdo. regte in Teschen an, die Fortführung des An¬ 
griffes bis zum Eintritte besserer Witterung zu verschieben; auch eine 
aus dem Abschnitte des FML. Roth herangezogene kombinierte Brigade 
treffe zur Verstärkung des FML. Arz erst am 15. westlich von Gorlice 
ein. Doch das AOK. forderte die Fortsetzung des Angriffes, da die in den 
Karpathen mit ungleich größeren Opfern schwer ringenden Armeen sonst 
nicht Raum gewinnen könnten. Solange man an der Karpathenfront „keine 
geschlossene Mauer" vor sich gehabt hatte und hoffen durfte, dort „zügig" 
vorwärts zu kommen, sei die Vernachlässigung der nach Osten gerich¬ 
teten Frontteile (4., 1. und Armee Woyrsch) in weit höherem Maße mög¬ 
lich gewesen als jetzt, wo man nicht mehr in der Lage wäre, einen 
russischen Ost-Weststoß durch rasches Vordringen aus den Karpathen zu 
parieren. Der Angriff der 4. Armee habe den Zweck, größere Verschie¬ 
bungen des Feindes zu verhindern. Wenn alles mitwirke, könne der Feind 
„zermürbt" werden. 
Da es mit dem Anstürmen offensichtlich nicht ging, richtete sich die 
4. Armee auf ein planmäßiges Vorarbeiten ein. Leider hatte eine schwere 
Schlappe des tschechischen IR. 36 südlich von Sçkowa auf die Stimmung 
des Angreifers ungünstig eingewirkt. Auch antworteten die Russen mit 
unaufhörlichen Gegenstößen, deren Gewalt aber an der Standhaftigkeit 
unserer Truppen zerbrach. So sqllte nun, nach dem Einsätze der vor¬ 
erwähnten kombinierten Brigade, am 17. versucht werden, bei Gorlice 
ein Loch zu schlagen. 
Das Ringen der 2. und der 3. Armee auf seinem Höhepunkte 
(2. bis 10. März) 
Hiezu Beilage 8 
Am 2. und 3. März erfolgte ein Gegenangriff von Brussilows VIII. 
und XII. Korps, der mit besonderer Heftigkeit gegen die öst.-ung. Linien
	        
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