131 und den Besitzer der goldenen Tapferkeitsmedaille Zugsführer Alois Bauchinger. Auch der in das Fort Pta. Corbin auf den Hilfsplatz gebrachte schwerverwundete tapfere Infanterist Anton Mühlbauer, nach ­ träglich mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 1. Klasse ausgezeichnet, der dort seinen Besetzungen erlag, muß zu der zweiten Zahl hinzugerechnet werden. Es sei erwähnt, daß an anderer Stelle alle Todesopfer des Regiments zur Aufzeichnung gelangen werden. Den Gefallenen folgender Nachruf, den Grohmann einst einem Kameraden, der in Soöa begraben wurde, widmete: Einem Gefallenen der Zweier. Einen Kameraden trug man wieder In des Todes sriedumschlossnes Reich, Trauernd blicken wir zum Grabe nieder, Trauernd — doch mit Stolz und Dank zugleich. Stolz, — daß wir so viele Tapfre haben, Die fürs Vaterland den Tod nicht scheuen, Die bewußt als hehre Opfer gaben Leben. Jugend ihrem Lande weihn. Dank, daß du dein Leben hingegeben, Als das Vaterland dich rief in Not. Heldenlorbeer ziemet deinem Streben. Schlachtentod ist heiliger Opfertod. Noch ein letzter Gruß als Abschiedsgabe, Eh' wir von der Trauerstätte gehn: Junger Held, auch über deinem Grabe Leuchtet einst des Sieges Aufersteh'n. Der Angriff der 34. Jnfanterietruppendivision, der für den 16. Juni 7 Uhr 40 Minuten vormittags befohlen war, vermochte trotz gesteigerter Artillerievorbereitung den Widerstand der feindlichen Linie auf dem Nordwesthang der Höhe 1278 nicht zu brechen und die Anschlußlinie der 29er kam über den Straßen ­ punkt Kote 975 nicht mehr hinaus, weshalb die Gruppe Unger auch nicht vorwärts gehen konnte. 1 Toter, 2 schwer und 9 leicht Verwundete waren die Opfer dieses Tages. In der folgenden Nacht nahm die 67. Jnfanteriebrigade ihren rechten Flügel um etwa 150 Schritte zurück, so daß das Bataillon Damaschka zur Stärkung seiner Stellung eine Halbkompagnie am linken Flügel einsetzen mußte. Überläufer des italienischen Infanterieregiments Nr. 95, das in Stellung am Hange des Mt. Pau war, sagten aus, daß ihr Regiment 400 Verwundete und viele Tote beklage, so daß der General gesagt habe, daß das Regiment zurückgehen kann. Der Oberst Torti habe jedoch darauf geantwortet: „Das Re ­ giment wird ausharren!" Für den 17. ward befohlen, die Stellungen zu halten, für den 18. Juni wieder Fortsetzung des Angriffes, der aber nicht mehr vorwärts kam, trotzdem Teile der 34. Jnfanterietruppendivision nach erfolg ­ reichem Artilleriewirkungsschießen (siehe das Bild auf Seite 129) endlich in den Besitz der Höhe 1231 und des Anschlußrückens links davon gelangt waren — denn die Italiener zeigten rechts davon eine bewun ­ dernswerte Zähigkeit. Besonders beeinflußte aber die Brussilowsche Entlastungsoffensive in Galizien die eigene Offensive gegen Italien, die schließlich eingestellt werden mußte, weil der schleunige Abtransport von Truppen auf den nordöstlichen Kriegsschauplatz notwendig geworden war.