15* 115 ®en Dank brachte das Regiment durch eine vom Fähnrich Grohmann verfaßte, vom Kadetten Hans von Feil zeichnerisch ausgestattete und vom Gefreiten Leopold Breinbauer geschriebene und von allen Offizieren und Unteroffizieren unterschriebene Widmung zum Ausdrucke. Um Mitternacht zelebrierte der Feldkurat, Probst Wester, beim Regimentskommando unser freiem Himmel im flackernden Scheine des von Schneeflocken umspielten Kerzenlichtes, andachtsvoll der heiligen Nacht gedenkend, die Christmette. Am Christtagmorgen, während des Aufstieges des Negimentskommandanten zum Mittelabschnitt zur Feldmesse beim Bataillon des Hauptmannes Friedrich Engels, schneite es ununterbrochen. Es war ein wässeriger Schnee, der die Schritte hemmte und beim Abstieg ins Rutschen brachte. Ahnungs ­ los, in gehobener Stimmung erfolgte die Rückkehr. Leutnant Gantner verblieb im Mittelabschnitt. Auf einmal vernichteten nachmittags böse Nachrichten die Festesstimmung. Am linken Flügel bei der 5. Kompagnie, deren Kommandant Hauptmann Burgstaller war, waren Lawinen niedergegangen, hatten eine Zugshütte eingedrückt und 8 Tote und l0 Verwundete als Opfer gefordert. Auch die 8. Kompagnie des Leutnants Raimund Holub meldete bald darauf Lawinenstürze, 1 Mann tot, 4 verwundet und einer vermißt. Die Telephon ­ leitungen waren vielfach zerrissen worden und konn ­ ten nur teilweise wieder hergestellt werden, bis stockfinstere Nacht und fortgesetzter Schneefall alle Bemühungen zur Ohnmacht verurteilten. Bange Fragen tauchten ans und als der nächste Tag anbrach, hatte der weiße Tod weitere Ernte im Regiment gehalten. Über das 87. Bri ­ gadekommando traf um 8 Uhr 15 Minuten vor ­ mittags des 26. Dezembers beim Regimentskom ­ mando die Meldung ein, daß auch die 2. Kom ­ pagnie, die Hauptmann Heinrich Hainschwang über ­ nommen hatte, von Lawinenstürzen heimgesucht worden war und bis zu dem Zeitpunkt 10 Tote, Dankodrcssc an Erzherzog Engen für die Wcihnachtsspende 1913. 30 Verwundete und noch viele nicht Geborgene beklagte. Die ausgeführten Rettungsversuche der verschont Gebliebenen und der sofort entsendeten Rettungs- abteiiungen konnten leider Vielen nicht mehr helfen, verdienten sich aber vieler Geretteter Dank. In wirklich bewundernswürdiger Weise haben damals Hauptmann Hainschwang, Oberleutnant Freund, Feldwebel Cordier, Zugsführer Sadilla und Sanitätsfähnrich Apfeltaler die Rettung organisiert, bevor die Hilfskolonne eintraf. Bis zum Abend waren 23 Tote geborgen, 6 Mann blieben unauffindbar, 15 Mann waren verwundet. Es fielen der furchtbaren Katastrophe zum Opfer: Von der 2. Kompagnie Korporal Florian Fragner, Einjährig-Freiwilliger Korporal Franz Gaisbauer, Gefreiter Alois Rathmeier, Franz Haslinger, Josef Ortner, Leopold Leibetseder, Franz Pakofler, Jnfan-