77 Das übrig gebliebene Häuflein des Regiments bezog die Stellung auf der Höhe Kote 736 südlich der Wetliua, wo im Eilmärsche noch in der Nacht das 7. Marschbataillon, Hauptmann Gustav Wundrak, mit 7 Offizieren und 708 Mann eintraf. Ein weiteres Marschbataillon vom Landwehrinfanterieregiment Troppau Nr. 15 stieß am 25. März zur Auffüllung zum Regiment, das jetzt 5 Kompagnien formierte, von welchen das 1. Bataillon unter Hauptmann Wundrak, Adjutant Fähnrich Dr. Ludwig Langoth, mit der 2. Kompagnie Oberleutnant Franz Lmka, mit der 3. Kompagnie Leutnant Zaiser, mit der 4. Kompagnie Leutnant Martin Berger, das 2. Bataillon unter Oberleutnant Peter Wolfsberger, Adjutant Kadettaspirant Rad, mit der 1. Kompagnie Oberleutnant Peter Wolfsberger, mit der 5. Kompagnie Leutnant Alfred Gaischeg, später Karl Hentschl, gebildet wurden. Verpflegsstand 1683 Personen, 177 Pferde, Gefechtsstand 1352 Feuergewehre und 1 Maschinengewehr. Seit der Erkrankung des Feldmarschalleutnants von Tschurtschenthaler am 22. März führte General ­ major Schön interimistisch das XVIII. Korps bis Feldmarschalleutnant Emil Ritter von Ziegler mit dessen Führung betraut wurde. Nachdem Oberstleutnant von Maretich erkrankt abging, übernahm am 30. März der bisherige Regimcnts- adjutant, Hauptmann Jaroslaus Doöekal das Regimentskommando. Den unaufhörlichen Angriffen der Russen konnte die weit vorgebogene Front der 2. Armee nach den zuletzt erlittenen schweren Verlusten nicht mehr standhalten. Durch Zurücknahme sollte sie daher gekürzt und neuerlich widerstandsfähig gemacht werden. Am 31. März verließ das Regiment seine auf der Höhe Kote 736 seit dem 24. festgehaltene Stellung, um, entsprechend dem Rückzugsbefehle, eine Stellung von der Talkote 495 bis zur Höhe Kote 680 südöstlich Buk in vorbereiteten Schützen ­ gräben zu beziehen. Am 2. April wurde der befohlene Rückzug nach Krywe südlich DolLyca fortgesetzt, bei welchem 2 Kompagnien unter Oberleutnant Peter Wolfs ­ berger, der den Weg über die tiefverschneite Fa- lowa, Kote 965, nehmen wollte, in Kriegsgefangen ­ schaft gerieten. Nur dem Zugsführer Waitz und dem Gefreiten Moser der 1. Kompagnie gelang es, derselben zu entrinnen. Vom 3. bis 6. April führte der Rückzug von Krywe guer über den mit hohem Schnee bedeckten Karpatenhauptkamm, über den Wiasiel, Kote 1155, ohne Weg nach Zemplenoroszi, Nagy- Polany und Kistopolya, wo es am 6. den Zweiern gelang, die Talsperre nördlich Kistopolya, westlich Kote 791, im Gegenangriff von den Russen zurück ­ zuerobern. Hauptmann Gustav Wundrak, Leut ­ nant Karl Hentschl mit der 5. Kompagnie und Leutnant Martin Berger mit der 4. Kompagnie taten sich dabei besonders hervor. Der Armeekommandant General der Kaval ­ lerie von Böhm-Ermolli sprach mit Armeekom ­ mandobefehl Nr. 53 vom 7. April den beiden Kompagnien für die bei dieser Gelegenheit bewiesene Tapferkeit lobende Anerkennung aus. Kirche von Nagy-Polani, im Vordergrund ein Generalstabsoffizier im Schneemantel, im April 1915. Skizze 7 und 8 bei ­ liegend.