9 8- 21. Zur Erwirkung der gerichtlichen Amortisirung wird der Partei auf deren Ansuchen von der Anstalt ein Auszug aus dem Haupt- buche, gegen Beibringung der gerichtlichen Amortisationö-Urkunde aber ein Duplieat des in Verlust gerathenen SparkassebucheS oder Einlagsblattes gegen Empfangsschein ausgefolgt, was in dem Hauptbuche anzumerken ist. 8. 22. Verjährung der Sparkasse-Einlagen. In Bezug auf die Verjährung von Sparkasse-Einlagen finden nach Vorschrift des a. h. Regulativs vom 2. September 1844, 8. 18, die allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen statt. Die Verjährungsfrist, welche vom Zeitpunkte der letzten Ein- läge zu rechnen ist, und durch jede neue Einlage unterbrochen wird, ist jedoch auf 40 Jahre festgesetzt. Verjährte Forderungen haben dem Reservefond der Anstalt zuzufallen. 8. 23. Verwendung der Sparkasse-Einlagen. Die Sparkasse hat die ihr anvertrauten Gelder und ihr eigen- thümliches Vermögen auf dem in dem a. h. Regulative vom 2. September 1844 bezeichneten Wege zu verwenden, und zwar: I. Vor allem auf verzinsliche Darlehen auf Realhypotheken mit pupillarischer Sicherheit gegen eine jedem Theile zustehende halbjährige Aufkündigung der ganzen Schuld, zugleich aber mit Festsetzung bestimmter Rückzahlungsraten und unter der Bedingung, daß Gebäude, auf welche dargeliehen wird, bei einer inländischen Brand-Verstcherungs-Anstalt genügend ver- sichert sind und in der Versicherung erhalten werden. Für diese Gattung der Geldverwendung sollen vom Ausschusse über Antrag der Directum, mit Beachtung der größtmöglichsten Sicherheit der Anstalt, besondere Direktiven festgesetzt werden, welche die näheren Bedingungen und die rechtliche Form bestimmen, unter welchen jedes einzelne Ge- schäst abgeschlossen wird. II. Die Sparkasse gibt Vorschüsse gegen Verpfändung österr- Staats- und ihnen gleich gehaltener Ereditspapiere, insbeson¬