36. Yon Rom über Capua nach Neapel, 683 (248 Kil.) Stat. La Coruia. R. von der Station führt eine Strasse in J/4 St. nach Campiglia (Locancla Falossi), am westlichen Rücken des Monte Pilli, mit unver¬ gleichlichem Panorama von dem Hügel über die Stadt (Campiglia vecchia) auf die Maremma, das Meer mit den Inseln S. G-iglio, Monte Cristo und Elba, das Kastell von Populonia, wo die Ruinen der alten Seehandelsstadt der Etrusker (Pu¬ pluna) liegen, dann die Inseln Ca¬ praja, Gorgona und die fernen Schneegipfel von Corsica. Zu all dieser Schönheit aber das Sprich¬ wort: »II pian di Campiglia t’in- grassa , ti piglia!« (Campiglia’s Landstrich mästet und tödtet dich!) Diligence von La Coruia (Abends) in 2 St. nach der kleinen Seestadt Piombino, von wo tägl. (Mittags) Dampfschiff in 2 St. nach der Insel Elba (Porto Ferrajo). Mit der Eisenbahn weiter über Stat. S. Vincenzo, an einer Reihe von Fattorie (Pachtgütern) vorbei, nach Stat. Oastagneto, einem hübschen Ort auf einem Vorhiigel mit Oliven und Rehen. — Stat. Ceeina (Zweigbahn nach den [30 Kil.] Salinen, ergiebige Salz- und Boraxwerke). — Dann über Stat. Acgtiabona, Orciano, Fauglia, Golle Salvetti, oft mit prächtigen Ausblicken auf das Meer, dann mit Aussicht auf den Monte Nero nach (335 Kil.) Liyorno (S. 362). 36. Von Rom über Monte Cassino u. Capua nach Neapel. (261 Kil.) Eisenbahn in 7-93/4 St. — Eilzug I. 34,25, II. 23,50 Fr. — Omnibuszug I. 28,75, II. 19,90, III. 14,00 Fr. Alle Züge halten bei den Stationen Albano, Velletri, Segni, S. Germano (Monte Gassino), Capua und Gaserta. Man sitze landwärts (links). Yon Rom bis Stat. Ciamjpino s. S. 675; folgt Stat. Albano (S. 678). Weiter r. die malerischen, aber durch die Malaria und das Brigan¬ tenunwesen übelberüchtigten Volsker Berge (Monti di Cora); am Meer hin der Monte Circeo, wo die Zauberin Kirke noch jetzt als Göttin der wasserreichen Gründe und der Heilkräuter waltet. —- Stat. Civita Lavinia; der Ort mit freier * Aussicht nach allen Seiten hin. Das antike Lanuvium liegt 1. am steilen Ausläufer des Albaner Gebirges. Die uralte latinische Stadt war durch den Hain und Tempel der Juno Sospita berühmt,—schon seit 338 v. Chr. einer der angesehensten Kulte auch für Rom; man sieht noch antike Unterbauten ausser¬ halb der Stadt (dem Casino Dionigi gegenüber lag aller Wahrschein¬ lichkeit nach der Tempel), Reste der antiken Stadtmauer und (an der Westseite) eines antiken Theaters. Der Charakter der durch Mauer- thürme bewehrten Stadt ist ganz mittelalterlich. (42 Kil.) Stat. Yelletri (das antike Velitrae')\ die Stadt lehnt sich malerisch an den Ausläufer des Monte Artemisio hinan (vom Belvedere des Palazzo del Governo weite Fernsicht über die Pon- tinischen Sümpfe bis ans Meer, über die Campagna hin und auf die