G sich zuerst durch ganz Oesterreich, dann nach dem Westen, Osten und Norden Europas gleichmässig verästen und verzweigen. Zwar stehen durch die Brenner-Bahn Brindisi und Venedig über Innsbruck mit dem südlichen und indirect mit dem nördlichen Deutschland in ziemlich schöner Verbindung, aber Oesterreich muss und wird ihnen den Vorrang abgewinnen, wenn es so schnell als möglich alle direct nach dem Süden führenden Eisenbahnlinien, welche auf den Continentalverkehr voraussichtlich von Einfluss sein müssen, ausbaut, weil es dann via Triest nicht bloss den Handel nach dem directen Norden und Osten des Gontingents vereinen, sondern auch . die nordwestliche Handelsrichtung an sich ziehen wird. Oesterreich muss also, wenn es wieder zu neuem Glanz empor¬ kommen soll, den Welthandel auf seine Bahnen lenken, und um diess zu ermöglichen, ist die Bahn, deren Schöpfung hier besprochen wird, absolut nothwendig; ohne sie ist das österreichische Bahnnetz nicht vollständig und der Zukunft nicht gewachsen. Die projectirte österreichische Nordostbahn ist nämlich dadurch ein nothwendiges Glied in dem österreichischen Eisenbahnnetze, dass sie die bis nun fehlende Verbindung zwischen Linz und resp. St. Valen¬ tin nach Wildenschwert im Anschlüsse an Wildenschwert und Mittel¬ walde, und nach Brünn zum Anschlüsse an die Nordbahnlinien herstellt, und dadurch nicht nur die kürzeste Verbindung der nördlichen Kronländer Böhmen, Mähren, Schlesien und Galizien mit den südlich gelegenen, wie Ober- und Niederösterreich, Steiermark und Tirol, untereinander herstellt, sondern ausserdem noch auf ihrem Zuge eine Verbindungsbahn für die sechs grössten österreichischen Eisenbahnen, nämlich die Nordbahn, die österreichische Nordwestbahn, die Franz-Josefs-Bahn, die Kfon- prinz-Rudolf-Bahn und die Elisabeth-Bahn wird. Doch nicht blos für den innerösterreichischen, sondern auch für den europäischen Verkehr ist diese projectirte österreichische