3 i» lischen", einem italienischen Krämer, na ­ mens Busghiasi aus und ein. Seine Krämerei war das größte Geschäft Alt- Ischls (heute Morgenstern). Es wäre noch eine Reihe von Gasthäusern in dieser Gasse zu erwähnen, an denen es überhaupt nicht den geringsten Man ­ gel gab. Den Abschluß der Gasse oder „des Marktes", wie man die Verbindung von der Leithen zum Kirchenplatz nannte, der ebenfalls durch die Demolierung von vier dem Psannhause vorgelagerten Häusern entstanden war, bildete das Faschismus (links neben dem Pfarrhof an Stelle der jetzigen Schulgassenein ­ mündung in die Pfarrgasse) ein Durch ­ haus, durch welches man über das Feld des Rachbargasthofes Matchias Stöger, deshalb auch „Stögerfeld" bezeichnet, zu einer Häusergruppe gelangte, die einige Jahre später die Bezeichnung „Kreuz ­ platz" erhalten sollte, zu deren ansehn- Bad Ischl: Erzherzogin-Sophien-Esplanade. lichsten Häusern der Gasthof „Zum Ste ­ fan Fadinger" gehörte, der so benannt wurde, weil der Bauernanführer in die ­ sem Gasthofe öfters übernachtet hatte, woran heute noch eine Schmiedeeisenar ­ beit. die im Hofe des Hotels ange ­ bracht ist, erinnert und Stephan Fadin ­ ger hoch zu Roh, gefolgt von einem Bauern darstellt, darunter hängend das Wappen des Bauernrebellen, ein großes Kreuz in einem kranzartigem Gewinde. Als Ischl der Lieblingsausenthalt des Hofes und der Hocharistokratie wurde, änderte man den Aamen des Gastho- ses nach dem Kreuze des Wappens in „Easthos zum goldenen Kreuz" (heute Hotel goldenes Kreuz) um, wonach dann auch der ganze Platz, dessen größtes Haus dieses Gebäude war, benannt wor ­ den sein dürfte. Das nahe Heuschober ­ haus (heute Canaval), weiter unten längs der Landstraße der ehrwürdige Freisitz der alten Plahmühle, zählten gleichfalls zu den ansehnlichsten Bauten. Westlich an diese Häusergruppe schloß sich die „Sandleiten", das Industrieviertel Ischls und am Fuß des Kalvarienberges der „Steinbruch" an. Rach den Angaben ver ältesten Pläne, die bereits eine Stra ­ ßenbezeichnung aufweisen, entnimmt man, daß auf der Sandleiten die Fär ­ ber, Handschuhmacher, Seifensieder, Tischler ihre Wohnstätten aufgeschlagen hatten. Zwischen d er Leithen an der Traun und der Sandleithen breiteten sich große morastige Wiesen, Teile des „Egl- moos", bis tief in den Ort hinein aus, welche sich dann mit der „Pfifferling ­ wiese" und dem „Stögerfeld" vereinig ­ ten, so daß fast bis an die Kirche breite Felder zwischen dem nördlichen und süd ­ lichen Teil des eigentlichen Ortes einge ­ zwängt waren. Durch dieses eben ge ­ schilderte Gebiet soll in alten Zeiten die Traun ihren Lauf genommen haben. Das Sudwerk, mit seinen Nebengebäuden, südlich gegenüber der Kirche gelegen, war eine Gruppe für sich. Hier hatte auch der älteste Verein von Ischl, der im Jahre 1822 gegründete „Bienenver ­ ein" seinen Sitz.") Gleich hinter diesem Komplex stand auf einem kleinen Hügel, dem sogenannten „Wolfsbühel", das äl ­ teste Schlösse! Ischls, (heute Villa Belle ­