(144) 3)es Äkmi8ner8 frommer Gruß ^ on dämmert es im Walde, Wald- TdeHv vöglein gieng zur Ruh, Leist flüstert traute Worte ein Baum dem andern zu, lind stiller ist zu hören der Quelle rauschend Lied, Den Frieden nicht zu stören, im heil'gen Waldgebiet. Und aus den Gründen steigen die Nebel ­ schleier weiß, Die Waldesblumen neigen im Traum die Köpfchen leist; Versenkt in Traumeswonnen die blaue Glocke steh't —, Durch dunkle Waldeskronen der kühle Nachtwind weht. Und dort in stiller Klause die tief im Walde stand, Da kniete im Gebete ein Mann im Mönchs- gewand; (Nachdruck verboten.) Gin schlichter frommer Bruder, an Tugend wunderreich, Lin Mönch mit milden Zügen, doch wie entsagungsbleich. Der hatte längst gemieden die Welt mit ihrer Lust Und fand im Waldesfrieden den Frieden in der Brust. So weiht' er Gott sein Leben in Waldeseinsamkeit, Zn Treuen auch ergeben Marien allezeit. Die Welt, die er verlassen, sie lockt' ihn nicht zurück; Zm Minnedienst der Jungfrau fand er sein ganzes Glück. Des Tag's zu tausendmalen sprach er mit frommem Mund: „Gegrüßt seist du Maria I" aus tiefstem Herzensgrund. Und wie er so gebetet, der Lrde ganz entrückt, Da plötzlich — ward sein Auge vom lhimmelglanz entzückt; Von strahlend gold'ner stelle, wie nimmer er geschaut: Auf Wolken schwebte nieder vor ihm die Himmelsbraut. Maria, die ihm immer getreue Mutter war; Zhr Kleid wie Lilienschimmer, wie laut'res Gold ihr Haar, Und funkelnd auf dem Haupte den gold'nen Sternenkranz, Und in der zarten Rechten des Lilienfcepters Glanz. Und steh, von ihren Schultern da wallte wunderbar