Dem Christlichen Leser/wündschet Lucas Osiander D. Gottes Gnad/ zeitliche vnd ewige wolfahrt Wiewol ich (Christlicher lieber Leser) meinfleijstge anstellung gethan / ob ich ein Exemplar des Triumphs/ welchen Georg Scherer / ein Jesuirer/wider mich außgehen lasten / bekomen möch ­ te :W doch der selbig biß aujfden i6.March(nach dem alten Calender) verhalken-'Vnangeseben / daß ich bericht ward / es sey gedacht Büchlin/ inver- trawen / ettlichen Päpstischen fürnemen Leuten/ heimlich communiciert worden. Dann die (Jesui- rer besorgt/wan es öffentlich/bey rechter zeit / ver- kaujfe/ ich würde abermalen den Xosenbusch vnd Scherer zusammenfasten / vnnd ste beide mit einer Antwort (wie ich hieuor auch gethan)abferrigen. Als ich nun gesterigs tags gedachts Scherers Büchlin entlich bekomen / vnd gelesen: hab ich ge ­ sehen / wie der gloriose Thraso (ein aujfgeblasner / rhumrähriger Desuiter) aujf seinem vermeindten Laßnachr Triumphwagen daher fehrer / welcher wagen mit mancherley gejprecklicheen Farben/al^ lerley grerjftichen Lügen/vnd mit geschnitzten Ca- lummen / aujf Jesuitisch / gezierer: vor welchem Triumphwagen ettlrche grawe Müllerpferdr(des vnuerstandts vnnd vnwrstenheit) gefpannen. Wel ­ ches villeichk die vrsach gewestn/dz bist:e 'Triumph ­ wagen ettwas später ankomen. Aujf dem wagen sttzt Georg Scherer/gleichwol mit einem Jesuiti^ schenB-teid/derphariseischen Heuchlerey vn gleiß- mrey angechon/ hüt jedoch auff dem pauhttin A 2 k)elm-