Graf und Herr Adam von Herbersdorf, der nach göttlichem Willen „von dieser Welt feeliglich abgefordert wurde", am 26. Juni 1627 vom Herrn Weikharten dem Jüngeren die Herrschaft Puchheim mit allen Pertinentien, nichts davon ausgenommen, samt dem Markte Schwans käuflich an sich gebracht, denen von Schwanenstadt sonderbar gewogen ge¬ west und ihnen verheißen habe, nicht nur die von den vorigen Inhabern der Herrschaft Puchheim erlangten Privilegien und Freiheiten gnädig zu konfirmieren und zu bestätigen, sondern dieselben noch zu vermehren und mit noch höheren zu begnaden. Es seien nun, treibt der Gedankengang weiter, die ehrsamen und weisen Richter und Räte des Marktes Schwans bei ihr erschienen, hätten dieses Versprechen in Erinnerung gebracht und auf dessen Erfüllung „außer einigem Zweifel tröstlich gehofft", weshalb sie — Salome Gräfin von Herbersdorf als nach ihres herzliebsten Gemahls Tode von Gott gesetzte natürliche Obrigkeit denen von Schwanenstadt: „ra¬ tifiziere, bekräftige und konfirmiere": erstlich den von Weikharten dem Älteren Freiherrn vom Pollheim am 7. April 1597 erteilten Freibrief mit Ausnahme des siebenten Punktes, zum änderten, den von den Herren Weikharten und Georg Achatzen, beide Freiherrn von Pollheim gefertigten Kontrakt vom 7. Februar 1610 und drittens überantworte sie in gnädiger Affektion denen von Schwans den kaiserlichen Frei- und Begnadungsbrief vom 11. August 1627 in eigene Behaltuug und inseriere dessen Wortlaut ihrem gedachten Konfirma¬ tionsbriefe, wie folgt: „Wier Ferdinand der ander von Gottes genadten Erwöllter Römischer Kayser zu allen Zeiten, mehrer des Reiches in Germa¬ nien zu Hungarn usw. usw. Bekhennen öffentlich mit diesen Brief und thuen Khundt allen meniglich als uns der Wohlgebohren, unser Rathskämmerer, und lieber getreuer Adam Graf von Herberstorff Churfürstl. Bayr. Ritter, Oberster und der Zeit, Hinterlassener Stadthalter zu Lünz Gehorsambist zuvernemben Geben, Welcher Gestalt Cr kurz ver- schinnener Zeit, den Markht Schwanß in unsern Erz Herzogthumb ob der Enß gelegen, keuslichen an sich gebracht und uns darauf undterthänigst, angelangt, und gebeten, daß wür berierten Markht, sintermallen, derselbe wegen des Orths und gelegenheit hievor von weillandt unsern Hochseligsten Vorfahren am Löblichen