5 Bemerkungen über die Mundart. Die Darsteller waren Jnnviertler-Kinder; daher sollten die Hirten und die übrigen bethlehemitischen Landleute „innviertlerisch" sprechen. Die Jnnviertler- Sprache ist nicht die glatteste unter den deutschen. Es ist aber nicht zu besorgen, daß deßhalb der Text des > Büchleins nicht verstanden würde. — Es gibt keinen Deutsch-Oesterreicher, der nicht einen Dialekt spräche und mehrere derselben verstünde. Vieles von der Schriftsprache Abweichende ist vielen Mundarten gemeinsam, ähnlich lautend oder wenig verschieden, z. B. das Aussprechen der Geschlechts¬ worte als da und dö, dös und das, der Endsilben er wie ä, und en mit dem Verschlucken des Lautes e und dergleichen. Nur einzelne „Fachausdrücke", wie sie zumeist im oberen Jnnviertel gang und gäbe sind, mögen einer Erklärung bedürfen; sie sollen nach der Reihen¬ folge des Textes hier vorgeführt werden: Nödä — nicht doch; dalkert — ungeschickt; hellliacht — wahrhaft, ohne Zweifel, ganz klar; rä (rar) — seltsam; derkemmä — erschrecken; scheuchn — fürchten; Nudel, eine nationale Mehl¬ speise; sän mä oder Han ma, hat's, sänd oder hano — sind wir, seid ihr, sind; rund —lustig; bert — doch, dennoch; dert schon! eine viel gebrauchte Bekräftigungsformel — dennoch schon! ähnlich das: ja schon! — ja wohl! eh' — ohnehin, Eicht — Zeit; meiner Six, Betheuerungsform —