Die Juden im christlichen Spanien (XIII. Jahrhundert) 90 ten über ein getriebene Staatssteuern sowie über auf Kosten des Staats ­ schatzes vorgenommene Zahlungen und sonstige Ausgaben, bald ist es der König, der die Gemeinden zur Beteiligung an dem Gemeindever ­ tretertag eines ganzen Bezirkes oder einer Provinz zwecks entsprechen ­ der Verteilung der aufzubringenden Pauschalsteuersumme auffordert. Auf den Einfall, das Steuerwesen in dieser Weise zu zentralisieren, kam der König erst im letzten Jahrzehnte seiner Regierung; seitdem pflegte man in jeder der drei Hauptprovinzen seines Reiches: in Aragonien, Katalonien und Valencia sowie auf den französischen Besitzungen und auf den Balearen solche Zusammenkünfte der jüdischen Gemeinde ­ vertreter Jahr für Jahr abzuhalten. Wiewohl sich die Abgeordneten hierbei in erster Linie mit der Verteilung der üblichen Steuerlasten und der außerordentlichen Abgaben befaßten, beschränkte sich ihre Tätigkeit selbstverständlich nicht allein darauf. Vielmehr berieten sie zugleich über ihre gemeinsamen materiellen und geistigen Angelegen ­ heiten, arbeiteten gleichartige Selbstverwaltungsstatute aus und war ­ fen auch Fragen allnationalen Charakters auf. So trugen die fiskali ­ schen Interessen der aragonischen Krone nicht nur zur Festigung der jüdischen Gemeindeautonomie in den einzelnen Städten, sondern auch zum Zusammenschluß der Gemeinden und somit zur nationalen Ver ­ einheitlichung der Judenheit bei, was freilich den Absichten der da ­ maligen Herrscher durchaus fern lag. Erleichterte doch der nationale Zusammenschluß den Kampf der Juden gegen die dunklen Mächte des Klerikalismus, denen auch der kühl rechnende Jakob I. nicht immer standzuhalten vermochte. § 12. Die kirchliche Politik und die Disputation in Barcelona Unter Jakob I. war Aragonien zu einer der wichtigsten Hochbur ­ gen des Mönchsordens der Dominikaner geworden. Das Haupt dieses Ordens, Raimund von Pennaforte, war zugleich der Beichtvater des Königs. Auf Betreiben der mit dem römischen Papst in ständiger Füh ­ lung stehenden Mönche wurde in Aragonien zur Verfolgung der Ka ­ tharer und sonstiger christlicher Schismatiker die Inquisition einge ­ führt; daneben waren die Dominikaner bestrebt, eine rege Missions ­ tätigkeit unter den Juden und den Mauren zu entfalten. Mit schwerer Besorgnis erfüllte die Geistlichkeit namentlich der Aufschwung der jüdischen Gemeinden Aragoniens und die ihnen vom König gewährte Protektio] Mißachtu rung von lung als . an Versu< vater Per ihren Köi ten ideale Baumeish blinde Ki niger als tation an seines Lei vor um d den durcl büßen. S den Gern religiöse Die E gewandte kämpfer aus dem stige rab für die I von den Talmudv gonien a Christian Reihen \ Dominik schmück 1260), : suchte d und soga sten Erf< mudiscln beliebte nastrug