Die Juden im christlichen Spanien (XIII. Jahrhundert) 86 Die Belastung der Juden war enorm: sie mußten direkte und in ­ direkte, Kopf- und Kollektivsteuern, Brücken- und Ausfuhrzölle so ­ wie Abgaben von ihren Handels- und Kreditgeschäften entrichten. Neben der Geldsteuer waren ihnen auch Naturalleistungen auferlegt, so z. B. die „Quartierpflicht“: während des Aufenthaltes des Königs oder des Infanten in der Provinz mußten nämlich die ortsansässigen Juden ihnen und ihrem Gefolge entsprechende Unterkunft gewähren und auch die Unterhaltskosten bestreiten. Manche Herren des könig ­ lichen Gefolges nützten ihr Privileg zu willkürlichen Requisitionen aus, indem sie in den jüdischen Häusern und Läden das Beste ausi- suchten und ohne Entgelt an sich nahmen. Auf die aus diesem Anlaß von den verschiedenen Gemeinden (in Barcelona, Villafranca, Gerona, Tarragona u. a.) vorgebrachten Beschwerden hin räumte Jakob I. den Juden die Befugnis ein, den Personen des königlichen Gefolges, ja sogar den Infanten und den Mitgliedern des Königshauses den Ein ­ tritt in ihre Häuser und Läden zu verwehren; an manchen Orten wurde die Quartierpflicht der Juden bei Hofbesuch auf die Herbei ­ schaffung von Bettwäsche für zehn Personen beschränkt. Dieses Ent ­ gegenkommen konnte freilich den auf den Gemeinden lastenden Steuerdruck nur ganz unerheblich erleichtern. Verstand es doch Ja ­ kob I. noch besser als die anderen zeitgenössischen Herrscher, die Steuerschraube anzuziehen: für seine fiskalischen Zwecke pflegte er nämlich viel häufiger die Dienste der Gemeindeverwaltung als die der privaten Steuerpächter in Anspruch zu nehmen. Die Selbstverwaltungs ­ behörde trieb bei den Gemeindemitgliedern neben den kommunalen Abgaben (vicinalia) zugleich auch die königlichen ein, so daß dem König stets ein Vorwand zur Verfügung stand, sich den gesamten Steuer betrag vorschießen zu lassen oder seine eigenen Schulden auf die Gemeinde abzuwälzen, was für ihn freilich viel gewinnbringender war als die Vermittlung der auf ihren eigenen Vorteil bedachten Steuerpächter. Die Gemeinde nützte aber ihre wichtige Rolle in der staatlichen Finanzmaschinerie zur Erweiterung ihrer Autonomie wie überhaupt zur Verteidigung der jüdischen nationalen Interessen aus. So kam es, daß sich die aragonischen Juden einer so weitgehenden Autonomie erfreuten, wie sie ihnen in der behandelten Epoche nirgends sonst zuteil geworden war. Nirgends wurden aber auch diese Gunstbezeugungen so häufig von Repressivmaßnahmen ab ­ gelöst wi energiscl schmiede Im 5 gesonder tel (Call liehe Häi über (eii ausschlic ein beso treffend teil in I territori; die nati einer E: jama“ c völlig a sowie ib saß. Dei der Bes Amtspei ist inde; verwalte in die < gister d( antados 1 Rabbine spreche] werden, rates d< auch se Form: „< Gemeinde der kasti dies aus menden