85 §10. Aragonien unter Jakob I. ) iehungen zwang er len sowie nd nahm :hen reih ia.m auch ;um Vor- ler Geist ­ gemeine fentlicher Jakob I. len nicht ch in das en Stadt- iria lange idal S,alo- b in Tor ­ sos wie an aquimen“ ti ins Ka- hen Auf- h Erwäh- Zeit seine iverbot zu te. e zu Skla- und, wes- ich Land- derer Vor- n danach, armen (al- Tuch sowie t Vieh han- s schäft zwi ­ rft vor, daß smitteln und i außerdem diese Geschäfte in geregelte Bahnen zu lenken. Seit dem Jahre 1228 war in Aragonien ein von dem König, den Adelscortes und den Kirchenkonzilen mehrmals bestätigtes Gesetz in Kraft, wonach die Höhe des von den jüdischen Geldgebern geforderten Zinsfußes zwan ­ zig Prozent pro Jahr nicht übersteigen durfte. Bei Abschließung der Kreditgeschäfte hatten die Notare darauf zu achten, daß dieses Ge ­ setz nicht durch Einkalkulierung des Zinsgewinnes in das geschuldete Kapital umgangen werden sollte, wie dies bei christlichen Wucherern (z. B. bei den italienischen „Lombarden“) gang und gäbe war. In manchen Gegenden mußten sich die christlichen Gläubiger mit einem Zinsfuß von zwölf Prozent bescheiden, während die Juden volle zwanzig Prozent beanspruchen durften. Die Übertretung dieses Ge ­ setzes wurde durch Einziehung der gesamten Schuldsumme bestraft, von der die eine Hälfte dem königlichen Schatz zufiel, die andere dem Schuldner zugute kam. Der König hatte das Recht, in die jüdischen Finanzoperationen entscheidend einzugreifen: er konnte nach Gut ­ dünken entweder die Begleichung der Schuld stunden oder aber den Schuldner zu pünktlicher Rückzahlung nötigen. Es bedarf kaum der Erwähnung, daß der König dieses Recht zu seinem eigenen Vorteil auszunützen wußte, indem er diejenigen Finanzmänner, die ihm selbst günstige Kreditbedingungen bewilligten, tatkräftig unterstützte und ihnen sogar die Übertretung des Zinsgesetzes gnädigst nachzusehen pflegte. Zur Sicherung der bei den reichen Juden aufgenommenen Anleihen stellte ihnen Jakob I. nicht selten die Steuereinkünfte ir ­ gendeines Bezirkes oder einer jüdischen Gemeinde zur Verfügung. So kam es häufig vor, daß die jüdischen Gemeinden (Aljama) den Gläu ­ bigern des Königs dessen Schulden zurückzahlen mußten, wie dies aus den Urkunden jener Zeit zu ersehen ist, in denen viele solche Ab ­ rechnungen zwischen König und Gemeinden zu finden sind. Zuweilen schossen die Gemeinden selbst die erst zu einem späteren Termin fäl ­ ligen Steuersummen dem König vor, und so verwandelten sich die Gemeindekassen im Laufe der Zeit in Banken zur Finanzierung des Königs und des Infanten. Als Kompensation für diese in Zeiten größter Geldverlegenheit gewährten Vorschüsse verlieh ihnen der Kö ­ nig weitgehende Freiheiten oder setzte von früher her bestehende Rechtsbeschränkungen außer Kraft. Auf diese Weise wurden jüdische Kreditoperationen, Personal- und Gemeindesteuerlasten mit den kö ­ niglichen Anleihen in einen einzigen festen Knoten verknüpft.