32 — ist, zu Guttenburg^. Sie treten in verwandtschaftliche Beziehungen zu angesehenen Adelsgeschlechtern. Hie ­ raus erwächst ihnen weiterer, reicher Güterbesitz. Von großer Bedeutung ist in dieser Hinsicht die Heirat Wal ­ ters II? mit Herwuerch, der Tochter Cunos von Gutrat, durch welche er Ansprüche auf zahlreiche Besitzungen im Salzburgischen, aber auch im Gericht Kling erlangt haben muß. Bei einer Erbauseinandersetzung (Passau 1304) mit seinem Schwager, dem Landrichter ob der Enns Eberhard von Wallsee, verbleiben ihm die Burg Senften- berg an der Krems sowie die Dörfer Zeining und Kuf- fern und die nach Senftenberg gehörigen „edelen Leute"s. Dieser entfernten Besitzungen in Niederösterreich muß er sich jedoch schon bald entledigt haben. Dagegen bilden die Güter im Gericht Kling einen wichtigen wirtschaft ­ lichen Bestandteil der Guttenburger Grundherrschaft, wie sich jetzt überhaupt, wie man gut beobachten kann, der Grundbesitz immer mehr in den Gerichten Kraiburg, Mer- mosen und Kling um die Stammsitze Taufkirchen und Guttenburg konzentriert. Im Jahre 1365 * 2 3 4 5 6 vertauscht Matheus von Tauffkirchen den Plankenhof zu Lanzing (Gericht Kraiburg) und den Oberhof zu Portern (Gericht Kling) an das Kloster Baumburg um einen an Gutten ­ burg unmittelbar angrenzenden Hof zu Gangal? und zu Wimpassingb, womit der Gütererwerb im wesentlichen abgeschlossen ist. Vas Gebiet der haupthafmark Guttenburg. Auf das düstere Jahrhundert der bayerischen Rechts ­ entwicklung (1350—1450) folgte bald ein Wiedererwachen der landesherrlichen Verwaltung. Dies zeigte sich auch 1) a. q. O. Bö. 3, ©. 15 f. 2 ) Q. Q. O. Bö. 3, &. 14. 3 ) Starkenfels in Siebmachers Wappenbuch, IV, 5. Die dort nicht näher bezeichneten Quellen konnten uns allerdings nicht be ­ kannt werden. 4) Reg. Boic. IX, 130. 5 ) Die beiden Hdfe zu Gangall waren 1135 bzw. 1140 von Kraiburg an das Kloster Baumburg als Seelgerät tradiert worden. MB III, S. 27 Nr. LXXVII und S. 28 Nr. LXXXI. 6 ) Der Hof zu Wimpassing war 1150 von Kraiburg nach Baumburg tradiert worden. MB III, S. 36 Nr. Clll.