Die tzofmsrk Guttenburg am Inn. Lin Leitrng;ur Grschichtr der klltbayrrischen flgrarnerfkissung. Von Referendar Karl Bourier, München. (6. Fortsetzung.) Dgs hofmsrkslsnd. Ser Erwerb des Grundbesitzes. Nach dieser allgemeinen Einführung sei nun ver ­ sucht, eine Charakteristik einer bayerischen Hofmark zu entwerfen. Wir wenden uns einer der größeren und wohl auch älteren Hofmarken zu, der Hofmark Gutten- burg, die innerhalb des ehemaligen Pfleggerichts Krai- burg gelegen war und sich mit ihren einschichtigen Höfen über das Gebiet der Pfleggerichte Kraiburg, Mermofen und Kling, also des Landes zwischen Mühldorfer Ebene und Chiemseegegend, erstreckte, und vom Anfang ihrer Existenz als Hofmark bis fast zum Ende im Besitze einer Familie war, der Herren, später Freiherren und Grafen von Tauffkirchen-Guttenburg, deren älteste Geschichte in einem vorausgeschickten Abschnitt dargestellt ist 1 . Wenn wir als wichtigste Grundlage der Hofmarken die Herrschaft über Grund und Boden bezeichnet haben, so müssen wir uns auch bei der Untersuchung dieser Hofmark über dieses Fundament Klarheit verschaffen. Zwei Fragen treten dabei in den Vordergrund: Wie kamen die Träger der Hofmark zu Grund und Boden? Und wie entstand dann das Abhängigkeitsverhältnis der Grundholden gegenüber den Grundherren? Die Beant ­ wortung der ersten Frage erfordert Klarstellung der recht ­ lichen und sozialen Stellung der Grundherren von Tauff ­ kirchen-Guttenburg. Es ist dabei auszugehen von dem i) i) „Der Jnn-Jsengau", Jg. 8 (1930), S. 1 ff., 42 ff. Etidost- bayerische Heimatstudien, Band 3 (1931).