— 20 - halming (Höchst. Lit. Freising A 7, toi. 81), a. 1510 Wilhalming (UHaag Nr. 689), 16. Ihrh. Wilhering, Wülhering, Wilhöring (UErd. Nr. 1574, 1576, 1579; LErd. 2, toi. 483), 16./17. Ihrh. Wyheling, Wiehel(l)- ing (LErd. 2, fol. 128; 4, toi. 197; 6, toi. 287). - Vom ahd. PN Willahelm, Willihelm, Willehelm — nhd. Wilhelm (zsg. aus willeo — Wille, Verlangen und heim ^ Helm). Als jüngere Nebenform erscheint (in den Freisinger Traditionen seit dem 10. Ihrh.) Willihalm, Willehalm. Der Name erscheint in sehr häufiger Verbindung mit den Grundherrenfamilien der Sempt-Isengegend. (Zur Ergänzung von Sturm, Die Anfänge des Hauses Preysing, S. 302, Anm. 103, vgl. Litt. 11, 33, 113, 140, 247, 299, 400h, 415, 469, 474a, 480, 495, 561, 591, 620, 645, 663, 704 u. öfter.) — Gr. Freisingisches Kastenamt Burgrain. Wifling (Kd., G. u. Pf. Wörth, bis 1818 selbständige Pfarrei: M.-W. I, 411), ma. wifieng, a. 825 Uuiui- ningas (Bitt. 518), 11. Ihrh. Wiviningin (Eb. I, 114; Bitt. 1664a), 12. Ihrh. Wiueningen (Cast. Nr. 55), Wifen[in]g[en] (QuEr. I. 102), ca. 1310 Wifning (MB 36b, 145; RB 5, 230; Deut. III, 227), 14./15. Ihrh. ff. Willing (RB 9, 268; 11, 396; OA 2, 339; LLandshut 15a, toi. 15; Deut. III, 264; Ap. S. 186), ca. 1440 Wittling (LLandshut 16, fol. 78), ca. 1600 Wiefling (OA 2, 350 u. 352). — Von einem bis ­ her nicht deutbaren PN *Wivi, *Wivin oder *Wi- vino. Herr Prof. Dr. L. Steinberger-München schlägt mir Ableitung von dem römischen PN Vibinius vor, was sprachlich einwandfrei wäre und eine Stütze in Analogiefällen hätteR Bedenken erregt nur das noch zweimalige Vorkommen des ON Wifling (in Gem. Bonbruck, BA Vilsbiburg, u. Gem. Garham, i) So wird u. q. der ON Flaurling (bei Innsbruck, uif. Fluri- ninga, Bitt. 19) vom lat. pN Florinus, der ON Marzling (bei Freising) von lat. iVIareellus (Walln. S. 33) oder Martialis, Prüfe ­ ning (bei Negensburg) von lat. ?robinu8 abgeleitet: vgl. diese u. weitere Beispiele und Literaturangaben bei L. Steinberger, Orls- namenkundliche Eisenbahnfahrt längs der bager. Donau, in: Die ostbair. Grenzmarken 1927, S. 325.