302 Redaktionsbriefkasten. Th. M. in Plauen. Eine uns vorliegende Charakteristik der Anstalt in Sommer- stein aus der Feder des trefflichen Lehrers Kirsten in Weissenfels besagt genau das Gegenteil Ihrer abfälligen Kritik, sodass wir unsererseits die betr. Anstalt nur weiter empfehlen können. H. in Breslau. Sie glauben nicht daran, dass man „trotz“ der Medikamento gesund wird? Sehen Sie sich einmal jeden Betrunkenen und Verkaterten an, und Sie werden staunen, was die Naturheilkraft des Körpers für Wunder leistet. Trotz d^s vielen genossenen Alkohols wird der Betrunkene immer wieder gesund und nüchtern. Das geht so lange, bis die Geduld und Langmut der Natur erschöpft ist — dann folgt ein Ende mit Angst und Schrecken. Genau so ist es bei Medizinbehandlung! F. K. Frankfurt a. M. Als Anstalt für Geisteskranke: Siehe Anzeigenblatt von Nr. 11, oder Sanitätsrat Dr. Bildnger, Stuttgart. Aerztlichen Kat holen Sie sich bei Ihren Naturärzten in Frankfurt a. M. Scheibe, Berlin Impfnotitz nicht schlagend genug. Das kann „Zufall 1 * sein und passiert auch hier. Gruss! K., Weissenfels. Bitten um geeignete Beiträge. Gruss! An Viele. Alle Briefe mit Strafporto müssen prinzipiell zurückgehen. Die Bundeskasse hat genug Ausgaben. Ueber jede Sendung kann nicht besonders quittiert werden. An die Vereinsschriftführer. Vereinsnachrichten dürfen nicht, wie immer wieder verlangt wird, in „nächster Nummer“, sondern erst in der viertelj. Vereinsnachrichten- Beilage erscheinen. Wir erbitten solche Notizen wieder für Nr. 1. Die Gegner müssen sehen, dass wir leben! Dr. C. Chicago. Dank. Lasen Sie nicht den Widerruf? Ohrdruf i. Th. Philo bekämpft in jenem Kalender-Artikel nicht die Social ­ demokratie, sondern die Inkonsequenz derselben. Vereine; Magdeburg, Löbtau etc. Es freut uns, dass die Philo’schen Lustspiele bei Aufführung so gefallen haben. Berichtigung. In den Vereinsnachrichten unserer Nr. 10 wird aus Rochlitz berichtet, dass der praktizierende Arzt der Naturheükunde, H. Otto Wagner aus Leipzig, einen Vortrag ge ­ halten habe. H. Wagner ist jedoch kein praktizierender Naturheilkundiger, sondern hat nur etliche theoretische Vorträge über einzelne Tbemata’s gehalten. Kranken- und Sterbekasse der Vereine für Natur- und arzneilose Heilweise für Mitglieder beiderlei Geschlechts (E. H.) Bekanntmachung. Laut Beschluss der Generalversammlung vom 7. August a. c. genügt unsere Kasse vom 1. Januar 1893 an dem § 75 des Krankenversicherungsgesetzes vom 1. Juni 1884 nicht mehr, besteht aber als „Freie Unterstützungskasse für Mitglieder der Naturheil- voreine" weiter. Wir fordern hiermit alle diejenigen, welche Forderungen an die jetzige Kasse haben, auf, ihre Ansprüche bis spätestens den 24. Dezember 1892 bei dem Vorstände der örtlichen Verwaltungsstellen oder direkt beim Unterzeichneten geltend zu machen. Später eingehende Forderungen können nicht berücksichtigt werden. Chemnitz, den 3. November 1892. Der Vorstand Franz Wölf, z. Z. Vorsitzender (Chemnitz, Brühl 53). Verantw. Kedakteur: i. V. Heinrich Ehrlich, pract. Arzt in Neisse. Druck und Commissions-Yerlag von Wilhelm Issleib (Gustav Schuhr), Berlin SW. 48. Wilhelmstrasse 119 120 1 Liseraten-Beilage.