296 Der Feldzug gegen Rumänien: Eroberung der Walachei. Bis Während dieser Kämpfe ihres rechten Flügels hatte auch die Mitte ' der 9. Armee weiter Raum gewonnen. Der linke Flügel der Gruppe Kühne hatte mit der Gruppe Krafft gemeinsam zu handeln. Dabei stand die bis an den Argesul bei Fundu Parului gelangte 41. Insanterie-Division besonders günstig, um gegen Flanke und Rückzugsstraßen der noch im Ge- birge stehenden Teile des Gegners zu wirken. Sie wurde dem Armee-Ober- kommando unmittelbar unterstellt und erhielt die Richtung nach Nordosten. Die über 59 Kilometer weiter westlich bei Costesti stehende 391. Infanterie- Division wurde der Gruppe Krafft zugeteilt, die beiderseits des Argesul nach Südosten weiter anzugreifen hatte. Diese Bewegungen führten bis zum 2. Dezember unter Kämpfen die 41. Infanterie-Diviston nach Odobesti, die Gruppe Krafft bis Regrasi—Gaesti und nördlich, während die Gruppe Morgen bereits Angureni im Dambovita- und Pietrosita im Ialomita-Tal erreichte. Am 3. Dezember gewann die 41. Infanterie-Division bei Titu Bahn und Straße Pitesti—Bukarest und stand damit vor der Front der Gruppe Krafft. Diese und die Gruppe Morgen kamen bis Fundu Parului —Targoviste, das vom rechten Flügel der Gruppe Morgen besetzt wurde, —Valea Lunga. Wesentliche Beute wurde nicht gemacht. Der Feind schien im allgemeinen ostwärts auf Ploesti zurückgegangen zu sein, die Öl- selder von Targoviste hatte er in Brand gesteckt. Vor der Gruppe Staads aber hatte er immer noch nicht nachgegeben, die Angriffe') gegen deren linken Flügel und gegen die Gruppe Gerok jedoch nicht fortgesetzt. 6) Der Gegner vom 21. November bis 3. Dezembers. Karte 4, Skizzen 19 und 20. 2i. bis Der Plan der rumänischen Heeresleitung, mit den bei Pitesti zu versammelnden Reserven die Gruppe Krafft anzugreifen, war aufgegeben worden, als die Deutschen am 21. November von Targu-Iiu her bereits Craiova erreichten. General Berthelot empfahl nunmehr, die ein¬ zelnen Kolonnen der Gruppe Kühne beim Alt-Übergang anzufallen. Dazu konnten bis zum 26. November die 2/5., 9/19. und 21. Division zur Ver¬ fügung stehen. Die 2/5. wurde aber bald bei Dragasani am Alt zur Abwehr eingesetzt. Da lief am 23. November die Meldung ein, daß Truppen des Generalfeldmarschalls von Mackensen über die Donau gegangen wären. Mit ernster Bedrohung von dieser Seite hatte die rumänische Heeres- leitung nicht mehr gerechnet. Ihre dortigen Sicherungsmaßnahmen ge- nügten daher nicht: Im Anschluß an das russische IV. Korps standen ') S. 289. -) Anschluß an <2.273.