276 Der Feldzug gegen Rumänien: Eroberung der Walachei. Bis Die Oberste Kriegsleitung drahtete an diesem Tage an das 27.November. £){,etfotnnuml>o 9: Starker Nachdruck sei daraus zu legen, daß den Gruppen Krafft und Morgen das Heraustreten aus dem Gebirge ermöglicht werde; die Inbesitznahme von Pitesti durch Infanterie, das Erreichen der Linie Bukarest—Targoviste mit Kavallerie sei von allergrößter Bedeutung. Dazu meldete General von Falkenhayn am 26.November: Es habe den Anschein, daß der Feind sich am Alt-Abschnitt nicht ernstlich verteidigen wolle, sondern einen planmäßigen Rückzug einleite. Am diesen zu stören, werde es am wirksamsten sein, wenn der rechte Flügel der 9. Armee stark sei und in schleunigem Vordringen nach Osten bleibe. „Es wird daher beabsichtigt, das Kavalleriekorps, sobald es durch Umfassung der Gruppe Kühne bei Slatina Luft gemacht haben wird, gegen die Bahnlinie Vuka- rest—Targoviste anzusetzen, wohin Aufklärungskörper schon unterwegs sind, und die Gruppe Kühne über die Linie Veuca—Martalogi marschieren zu lassen. Eine gemischte, leicht bewegliche Abteilung der zuerst bei Slatina oder oberhalb über den Alt kommenden Truppen wird in Richtung auf Pitesti vorstoßen. Die Gruppe Krafft hat als nächstes Ziel die Linie Mosoaia—Pitesti—Davidesti erhalten." Dazu antwortete die Oberste Kriegsleitung, der feindliche Rückzug vom Alt werde noch erheb- lich gestört werden können, wenn der Alt-Äbergang in möglichst breiter Front vor sich gehe. Dadurch werde die immer anzustrebende Umfassung vielleicht noch möglich. Der linke Flügel der Gruppe Kühne sei auf Costefti anzusetzen. Die Gruppe Krafft habe im Argesul-Tale vorzugehen; Herum- greifen ihres linken Flügels in das obere Dambovita-Tal südöstlich von Campulung sei geboten. Bei der Gruppe Kühne vollzog die 199.Infanterie-Division am 26. November den Uferwechsel. Sie sollte sich am 27. November nach Norden wenden und der 41. Infanterie-Division den Übergang öffnen. Das Kavalleriekorps war, um die Verbindung mit der Donau-Armee her- zustellen, nach Osten') weitergeritten, und zwar mit der 6. Kavallerie-Division auf Rosiori de Vede, wo sie auf Feind stieß, mit der 7. nordwestlich davon auf Valeni. General von Falkenhayn sandte nunmehr den Funkbefehl, daß es „vorläufig wichtigste Aufgabe des Kavalleriekorps sei", der Gruppe Kühne den Äbergang zu öffnen. Da aber die 6. Kavallerie-Division im Kampf um Rosiori de Vede stand, kam zunächst nur die 7. für diefe Auf- gäbe in Frage. Nach einer Aufzeichnung beim A. O. K. 9 „angeblich" auf Grund eines Fern- gesprächs zwischen dem Chef des Genst. des Kav. K. und dem gerade in Craiova befindlichen 1. Genst. Off. des A. O. K. 9, Major Frantz.