Operationen der Rumänen. 275 Tal die Front nach Osten. Aber auch die eben erst zur Auffrischung bei Pitesti eingetroffenen Teile der 11. Division mußten in den Kampf ge- worfen und schließlich noch aus den Ostkarpaten die 8. Division dorthin geführt werden. Tille verfügbaren Reserven, insgesamt jetzt noch etwa vier Divisionen'), wollte die rumänische Heeresleitung bei Pitesti vereinigen, um von hier einen großen Gegenangriff gegen die Gmppe Krafft zu führen. Um die hierzu für notwendig gehaltene Zeit von acht Tagen zu gewinnen, sollte die 1. Armee dem über den Szurduk-Paß eingedrungenen Gegner zähen Widerstand entgegensetzen und nur schrittweise zurückgehen. c) Der Kampf am Alt. Skizzen lg und 2l). Am 17. November hatte General von Falken Hayn sein Haupt- 22 quartier von Kronstadt nach Hermannstadt verlegt. Am 21.,als sich die Gruppe Kühne Craiova näherte, meldete er in der Beurteilung der Lage nach Pleß: Es sei nicht anzunehmen, daß der Gegner mit den bisher vor der Gruppe Kühne gewesenen Teilen noch ernsten Widerstand leisten werde. Auch seine im Kampf gegen die Gruppe Krafft stehenden Verbände wären zweifellos schwer erschüttert. Man könne also schließen, daß der Feind vorläufig einfach vor dem Druck weiche. Andererseits stehe fest, daß am 20. November eine starke Transportbewegung von Vuzau über Bukarest nach Pitesti und wohl auch weiter aus Slatina im Gange war. Ferner deute das schon am 16. November erfolgte Zurücknehmen der schweren Artillerie aus dem Szurduk-Gebiet und die seit einigen Tagen beobachtete Verringerung der Artillerie südlich des Rotenturm-Passes auf planmäßiges Handeln hin. Cs gebe aber auch heute noch keine Anzeichen, aus denen man sichere Schlüsse auf die Absichten des Feindes ziehen dürfe. Demgegen- über sei für die 9. Armee geboten, die eigentliche Stoßgruppe, die jetzt ein Gelände gewonnen habe, in dem ihre Überlegenheit voll zur Geltung komme und ein errungener Erfolg sich auswirken könne, so stark als mög¬ lich zu halten. Wenn es der Gruppe Kühne gelinge, dem Feind einen Schlag zu versetzen, so breche die Gebirgssront von selbst zusammen. Dazu komme, daß der Druck gegen den feindlichen Südflügel, auf dem der Gegner allein noch Bewegungsfreiheit habe, fraglos der wirksamste sei. Die 115. Infanterie-Division werde daher auf der guten Straße nach Craiova der Stoßgruppe nachgeführt, um sie auf dem rechten Flügel einsetzen zu können. Auch sei Zuführung der anrollenden 2. Kavallerie-Division^) nach dem Szurduk nach wie vor geboten. 2/5., 9/19., 10. und 21. Div. — -) S. 260. Weltkrieg. XI. Band. 18