Schlacht bei Kronstadt. 241 Marienburg und 25Kilometer weiter nördlich bei Köpeez erreichen, um gegen die rechte feindliche Flanke zu wirken, das Kavalleriekorps mit den Hauptkräften sich ihrem linken Flügel bei Varot anschließen. Die ö.-u. 1. Armee hatte zur Offensive überzugehen, mit dem rechten Flügel in der Richtung auf Szekely-Udvarhely. Diese Anordnungen führten am 7.und 8. Oktober zu ernsten Kämpfen. s«ob-r. General von Staads hatte angeordnet, daß die 76. Reserve-Division Rosenau besetzen und schwächere Teile zur Sperrung des Törzburger und Tömöser Passes vortreiben solle; die ungarische 51. und die 187. Infanterie- Division waren auf Kronstadt — erstere von Westen, letztere von Nord- Westen her — angesetzt. Die 76. Reserve-Division stieß bei Zernest auf Widerstand, den sie bis zum Abend nicht zu brechen vermochte. Die 51. In- santerie-Division gelangte nach Kämpfen mit feindlichen Nachhuten bis in die Gegend westlich und südwestlich von Kronstadt. In den Nordteil der Stadt selbst drang die 187. Infanterie-Division ein; es kam zu heftigen Straßenkämpfen, die während der Nacht fortdauerten. Von der Gruppe Morgen erreichten die vordersten schwachen Teile der 89. Infanterie-Division kampflos, aber nach sehr anstrengendem Marsch stark ermüdet Marienburg; das Gros der Division biwakierte weit auseinandergezogen rückwärts an der Marschstraße. Die ö.-u. 71. Infanterie-Division schloß im Raum um Köpeez aus. Das Kavalleriekorps gelangte in die Gegend 15 Kilometer südlich von Szekely-Udvarhely; von hier sollte die 3. Kavallerie-Division die Vormarschrichtung nach Südosten nehmen und Vaezon erreichen, die ö.-u. 1. Kavallerie-Division nach Nordosten weiterreiten, um gegen die Rückzugs- straße des linken Flügels der rumänischen 4. Armee zu wirken. In der Frühe des 8. Oktober entbrannte die Schlacht beiderseits von ».sttvb-r. Kronstadt auf etwa 40 Kilometer Breite von neuem. Der 76. Reserve- Division bahnten ihre schweren Batterien den Weg nach Rosenau; sie besetzte bis zum Abend Törzburg und entsandte zwei Bataillone mit Artillerie gegen den Tömöser Paß, die aber auf starken Widerstand stießen und ihr Ziel nicht erreichten. Westlich der 76. Reserve-Division ging die ö.-u. 8. Gebirgsbrigade gegen den Gebirgskamm nach Süden vor, um die starken rumänischen Stellungen im Törzburger Paß nahe der Grenze im Rücken zu fassen. In Kronstadt war außer der 187. auch die ungarische 51. Infanterie-Division eingedrungen; in der Stadt wurde immer noch ge- kämpft. Da stieß der Feind gegen Mittag von Norden her gegen die Flanke der 187. Infanterie-Division vor. General Sunkel zog ein Regiment aus Kronstadt zurück, das den feindlichen Angriff abschlug. Die Tmppen des Korps Morgen waren im Alt-Tal nach Süden abgedreht worden, die vorn befindliche 89. Infanterie-Division auf Brenndorf. Sie kam zwar Weltkrieg, XI. Band. 16