240 Der Feldzug gegen Rumänien: Befreiung Siebenbürgens, 5. Ottober. 187. Infanterie-Division von Norden flankierend eingriff, während die 76. Reserve-Division mit der ungarischen 51. Infanterie-Division unter dem Schutze starken Artilleriefeuers gegen die Front vorging, brach die Abwehr zusammen. Weiter nördlich war General von Morgen mit der 89. In- fanterie-Division fast kampflos bis an den Westrand des Geisterwaldes gelangt, mit der ö.-u. 71. Infanterie-Division bis in die Gegend von Reps. Dahinter traf das Kavalleriekorps Schmettow ein. Am Abend besagten Fliegermeldungen, daß die nach Osten führenden Wege von marschierenden Kolonnen bedeckt wären. Als Beute der „Schlacht vor dem Geisterwald" waren 43 Geschütze in der Hand der siegreichen 9. Armee geblieben. Am folgenden Tage sollte der Vormarsch weitergehen. Die neu ein- getroffene ö.-u. 8. Gebirgs-Vrigade wurde hinter den rechten Flügel der Gruppe Staabs gezogen. Die ö.-u. 1. Armee, vor der die Rumänen eben- falls im Zurückgehen gemeldet waren, hatte mit einer Stoßgruppe ihres rechten Flügels so schnell als möglich über Szekely-Udvarhely den Ober- lauf des Alt zu erreichen, um die rumänische 4. Armee von ihrer Haupt- rückzugsstraße über den Gyimes-Paß nach Möglichkeit abzudrängen'). «. Ottober. Am 6. Oktober setzten rechter Flügel und Mitte der 9. Armee die Ver¬ folgung fort. Es kam nur zu Kämpfen mit feindlichen Nachhuten. Die Gruppe Staabs kam bis Almas-Mezö—Vledeny, die 89. Infanterie- Division im Nordteil des Geisterwaldes bis zum Vogat-Sattel, die ö.-u. 71.Infanterie-Division bis an die Nordspitze des Geisterwaldes bei Agostonfalva, das Kavalleriekorps links rückwärts gestaffelt bis Palos und nordwestlich davon. Vor ihm wich die rumänische 2. Kavallerie-Division zurück. Die Verbindung mit dem rechten Flügel der ö.-u. 1. Armee bei Szekely-Kereßtur wurde hergestellt; die Aufklärung traf im Nordosten nur noch auf schwachen Feind. Die Schlacht bei Krön st ad t. Im Laufe des Tages war beim Armee-Oberkommando 9 über Tesche« ein Telegramm derOberstenKriegsleitung aus Pleß eingetroffen: „Seine Majestät geben der Erwartung Ausdruck, daß die verbündeten Truppen dem weichenden Feinde rastlos folgen, so daß der Rumäne Siebenbürgen nur vollkommen geschlagen verlassen kann." General von Falkenhayn behielt Kronstadt als nächstes Ziel. Am 7. Oktober hatte die Gruppe Staabs diesen Ort selbst zu nehmen und eine ausgesuchte Abteilung in den Rücken des Gegners an den Tömöser Paß zu entsenden, durch den Straße und Bahn nach Sinaia führen. Die Gmppe Morgen sollte das Alt-Tal bei *) Falkenhayn, a. a. O., 1. Teil, S. 89.