Großkampftage südlich von Bapaume. 87 bei Warlencourt, Gueudecourt und Le Transloy einzubrechen und die deutsche Front in der Richtung auf Vapaume weiter einzubeulen. In tapfer geführten Gegenstößen konnten aber die 40. und 6. Infanterie- sowie die 19. Reserve-Division ihre Stellung bis auf zwei Nester zurückerobern und über 100 Gefangene einbringen. Der Gegner hatte sehr beträchtliche Verluste, mehrere Tanks lagen zusammengeschossen vor den deutschen Linien. Die Leistungen der deutschen Kampftruppe waren trotz eines kaum noch zu überbietenden Feuers schwerer und schwerster Kaliber mustergültig gewesen. Während der heftigen Angriffe gegen die I.Armee stürmten am 18. Oktober auch auf dem rechten Flügel der 2. A r m e e französische Vatail- lone vor. In dem deutscherseits noch gehaltenen Südostteil von Viaches scheiterten diese mehrmals wiederholten Angriffe am Widerstande der 11. Reserve-Division. Dagegen drang der Feind in ihre südlich von Viaches liegende Stellung ein und beraubte sie damit günstiger Veob- achtungsmöglichkeiten. Am 19. und 20. Oktober ebbten die Kraftanstrengungen der Verbündeten >».««» ab; Teilvorstöße scheiterten am Widerstande der deutschen Truppe. Die 20' O,to6w* 40. (sächsische) Infanterie-Division entriß bei Eaucourt FAbbaye den Eng¬ ländern im Gegenangriff einen weiteren Teil des verlorenen Geländes. Daß die Somme-Front von Mitte September bis Mitte Oktober fünf besonders schwere Schläge in Ehren bestanden hatte, verdankte sie mit in erster Linie den durchgreifenden Maßnahmen der neuen Obersten Heeres- leitung. Die Lage hatte sich allmählich wesentlich gebessert. Regelmäßige Ablösung bei der 1. Armee war sichergestellt, die Artillerie namhaft ver- stärkt. Im September und in den ersten Oktoberwochen war die schwere Artillerie bei der 1. Armee um 23, bei der 2. Armee um 13'/- Batterien ver- mehrt, überdies waren abgekämpfte Batterien durch 36 frisch herangeführte Batterien ersetzt worden. Auch an Feldartillerie hatte die Kampf- front eine Verstärkung erfahren. Durch die neugebildete Heeres-Feldartillerie- Reserve^) war die Möglichkeit des Austausches und der allmählichen Wiederherstellung zerrissener Kriegsgliederungen gegeben. Die Sperrfeuer- räume der Batterien waren bei der 1. Armee auf 120 bis 180 Meter, auf dem Nordflügel der 2. Armee auf 220 bis 250 Meter verengt worden, das Sperrfeuer selbst durch verbesserte Verbindung zwischen Batterien und vor- derster Linie und wiederholte Nachprüfungen wirkungsvoller gestaltet. Auch die Munitionszufuhr war erheblich gestiegen. Durchschnittlich wurden täg- x) Näheres wird Bd. XII bringen.