80 Die Kämpfe an der Westfront. — Somme. b) Die Kämpfe im Oktober und November. Karten 2, 3, Skizzen 3 a, 3 bis 10, Anlagen 2 a, 3, 4. Ubts Im Oktober nahm die Schlacht an der Somme mit unvermindertem 0 ec* Einsatz von Menschen und Kampfmitteln ihren Fortgang. Da sich aus dem häufigen Wechsel in der Bezeichnung der Gruppen Anzuträglichkeiten ergeben hatten, wurden seit Ende September die Gruppen-Abschnitte der 1. Armee mit den Buchstaben A (Stein), B (Armin), C (Voehn) und D (Schenck) bezeichnet. Generalleutnant von Garnier (Generalkommando des V. Refervekorps) löste General von Schenck am 2. Oktober im Ab- schnitt I) ab. An frischen Truppen rückten um die Monatswende die Marine-Infanterie-Brigade, 15. und 113. Infanterie-, 4. Ersatz- sowie die 6. bayerische Reserve-Division in die Front ein. Nach der Einnahme von Combles hatte die feindliche Führung als Trennungslinie zwischen Engländern und Franzosen die Linie Morval— Haplineourt (beide Orte für die Franzosen) festgesetzt. Die ersten Oktober- tage waren — wie deutscherseits erwartet — noch ziemlich ruhig. Nur im Bereiche der 1. Armee flammte die Schlacht zu britisch-französischen Teil- Vorstößen auf, denen sichtbare Erfolge im wesentlichen versagt blieben. Brennpunkte der sich entwickelnden Nahkämpfe blieben die Abschnitte der 26. Reserve- und 8. Infanterie-Division bei Thiepval, der 6. bayerischen Reserve-Division bei Eaucourt l'Abbaye, der 7. Reserve-Division bei Gueudecourt und der 10. Reserve-Division am St. Pierre Vaast-Wald. Eaucourt l'Abbaye fiel nach dreitägigem Kampfe am 3. Oktober in die Hand britischer Truppen von vier verschiedenen Divisionen. Zur Entlastung der 1. Armee trat ihr linker Flügelabschnitt (212. In- fanterie-Division um Feuillaucourt) am 3. Oktober unter den Befehl der 2. Armee. Bei dieser lösten die 29. und die wieder vorgezogene 23. (säch- fische) Infanterie-Division bei Pöronne und Ehaulnes abgekämpfte Truppen ab. Im übrigen stützte General von Gallwitz seinen gefährdeten rechten Flügel dadurch, daß er alle irgend entbehrlichen Batterien anderer Ab- schnitte zusammenzog, um den Besitz der beherrschenden Höhe von Mont St. Ouentin zu sichern. Immer nachteiliger für Verkehr und Nachschub machte sich das kaum aufhörende französische Störungsfeuer auf die im Rücken der 11. und 12. Reserve- sowie der 183. Infanterie-Division ge- fchlagenen zahlreichen Übergänge über die Somme-Riederung fühlbar. Im übrigen wurde die Armee Anfang Oktober lediglich bei Peronne angepackt, ohne daß dem Gegner dort Erfolge beschieden gewesen wären. Seit dem 3. Oktober kündigten heftige Feuerkämpfe neue Großangriffe an. Die Oberste Heeresleitung führte der Heeresgruppe zu Ab-