572 Der rechte Heeresflügel von Mitte Zuli bis zum Jahresende. 8. bis 11. Sep¬ tember. Bereitungen, daß er erst auf den Morgen des 7. September angesetzt werben konnte. Die 2. Armee hingegen griff Bereits am 6. September an; sie hatte vollen Erfolg. Der Feind wurde auf der ganzen Front aus fei¬ nen starken, zäh verteidigten Stellungen geworfen und ging eiligst hinter die Ikwa zurück. Scharf nachdrängend erreichten die ö.-u. Korps am 7. die Linie Gontowa—Rydoml—Rudnia; am linken Flügel der Südarmee stieß die halbe ungarische 38. Infanterie-Division durch Zalozee bis Mfzaniec vor. Im übrigen hatte sich aber Bei der Südarmee die Lage inzwischen von Grund aus geändert. Am Spätnachmittag des 6. September war die Mitte des Korps Hofmann nördlich von Darachow von überraschend vor¬ stoßenden überlegenen russischen Kräften eingedrückt worden. Trotzdem hoffte General Gras von Vothmer noch feinen auf den nächsten Morgen an¬ gesetzten Angriff auf den Brückenkopf von Tarnopol durchführen zu können, wovon am ehesten eine (Entlastung des Korps Hofmann zu erwarten stand! Als aber dessen linker Flügel (die ö.-u.komb. Brigade Bolzano) in der Frühe des 7. September neuerdings angegriffen und völlig durchbrochen wurde und die anschließenden Fronten sich in ihren Flanken ernstlich bedroht sahen, mußte die geplante Operation hinter die dringlichere Aufgabe zurück¬ gestellt werden, den feindlichen Einbruch abzudämmen. General Freiherr Marfchall ließ hierzu Teile der 3. Garde-Infanterie- und der 48. Reserve- Division von Chodaezkow Wielki füdoftwärts vorstoßen; sie warfen den Gegner im Laufe des Tages auf Nastasow zurück und konnten ihm sechs morgens verlorene deutsche und ö.-u. Batterien wieder abnehmen. Hingegen vermochte das in feiner Gefechtskraft sehr geschwächte Korps Hofmann dem fortdauernden starken Druck der Russen nicht standzuhalten und ging unter schweren Verlusten auf die Strypa und auf Dobropole zurück. Infolge¬ dessen mußte auch der linke Flügel der 7. Armee (ö.-u. 36. Infanterie- Division) bis in die Gegend südlich von Laffowee—Kossow weichen. Sur Entlastung des bedrängten Nachbarn ließ der Führer der 2. Ar¬ mee, General von Böhm-Crmolli, den rechten Flügel des V. Korps am 8. September füdoftwärts auf Zbaraz angreifen, verstärkte ihn noch um eine aus dem IV. Korps herausgezogene Division und unterstellte ihn tags darauf dem Führer des XIX. Korps1). Aber schon am 10. September lief der Angriff des XIX. Korps an starken feindlichen Stellungen in der Linie Ihrowica—Gniezdiezno fest. Auch das V. Korps kam nördlich des oberen 1) Neugliederung der ö.-u. 2. Armee am 9. Sept.: XIX. Korps (’/2 ung. 38., ö.-u. 14. und 34., ung. 51. I. D.), V. Korps (öst. 43., ö.-u. 33. Z. D., dahinter in Reserve die am 8. Sept. aus dem XVIII. Korps herausgezogene ö.-u. 32. I. D.), IV. Korps (ö.-u. 29. und 27. I. D.), XVIII. Korps (ö.°u. 31. Z. D., öst. 1. Ldst. Dr., ung. 1. Ldst. tzus. Br.).