General von Falkenhayn will die Verfolgung weitertreiben. 553 zu tun. Cr teilte noch in der Nacht den Oberkommandos beider Heeres¬ gruppen mit, daß er gegen eine solche Operation bei gleichzeitigem Vor¬ stoß der Heeresgruppe Prinz Leopold über Pruzana keine Bedenken habe. Da jedoch auch am 30. August nur langsames frontales Zurück¬ drücken der Nüssen möglich blieb, und zudem die eigenen Truppen unter Verpflegungs- und Nachschubschwierigkeiten schon stark gelitten hatten, sah Generalfeldmarschall von Mackensen keine Aussicht mehr auf einen großen Erfolg. Cr beschloß, nach Einnahme von Pruzana den Vormarsch einzustellen, und befahl für den 31. August außer einem kurzen Vorstoß an der großen Kobryner Straße über den Muchawiec-Abschnitt nur noch dem verstärkten Korps Kosch aus dem linken Flügel der 11. Armee die Weiterführung der Verfolgung bis zur Straße Oranczyce—Pruzana im Anschluß an die Armee-Abteilung Woyrsch. Auf Anfrage der Obersten Heeresleitung meldete er am Morgen des 31. August: „Hoffnung, noch erhebliche Teile des Feindes zwischen Iasjolda und Muchawiec-Abschnitt abzufangen, besteht nicht mehr. Hauptgrund ist, daß es der Bug-Armee nicht gelungen ist, mit rechtem Flügel, auch nicht mit dem Kavalleriekorps, rechtzeitig gegen südliche Flanke einzuschwenken. Frontale Verfolgung rechten Flügels und Mitte 11. Armee über Sumpfgelände versprach keinen wesentlichen Erfolg, da Abzug der Russen rechtzeitig eingeleitet wurde und sich unter wechselnden Nachhuten planmäßig vollzog . . . Starke Regen¬ güsse werden überall Truppenbewegungen im Sumpfgelände aufhalten. Zustand der Truppe gut, wenn auch wohl teilweise ermüdet. Leistungs¬ fähigkeit der Pferde, namentlich bei schwerer Artillerie und Kolonnen, be¬ ginnt stellenweise stark nachzulassen. Abgänge bedenklich." Gleichwohl empfahl General von Falkenhayn dringend, daß wenigstens auf den gangbaren Wegen an der ganzen Front scharf bis zum Zasjolda-Abschnitt nachgedrängt würde. Cs sei dies auch nötig, um das Vorgehen der Armee-Abteilung Woyrsch zu erleichtern und gleich¬ zeitig aus ihm Vorteil zu ziehen. Bei der daraufhin befohlenen Fort¬ führung der Verfolgung bis zur Iasjolda erhielt die Bug-Armee für ihren linken Flügel die Richtung längs der Straße von Kobryn auf Vereza Kartuska zugewiesen. Während am Abend ihr rechter Flügel vor dem Dniepr—Bug-Kanal festlag, gegen Süden gesichert durch die Divisionen des nunmehr aufgelösten Kavalleriekorps, gewann ihr linker Flügel im Verein mit der 11. Armee an der großen Straße weiter Raum. Die Garde- Kavallerie-Division unter Generalleutnant von Storch gelangte bis Luka. Am Nordflügel der 11. Armee drang das Korps Kosch bis in die Gegend nordwestlich von Malecz durch. Die Armee-Abteilung Woyrsch erreichte nach der Einnahme von Pruzana mit Vortruppen die Iasjolda. Links von 30. und 31. August.