Das Ende der Schlacht bei Wilna. 523 Kanal von Telechany ab—Oberlauf der Szczara—Serwetsd)1)—Mündung der Verezyna in den Njemen fort, in der sie ebenfalls sogleich mit der Ein¬ richtung für die Dauer beginnt. — Heeresgruppe Hindenburg sichert dauernd den Raum zwischen der Verezyna-Mündung in den Njemen und der Küste." Außer den schon angeforderten Verbänden, zwei Generalkom¬ mandos und sechs Divisionen, werde diese Heeresgruppe später vermutlich noch ein Generalkommando und fünf Divisionen abzugeben haben. Zwei Divisionen seien nunmehr sobald wie möglich zur Eisenbahn in Marsch zu setzen, Beschleunigung sei wegen der Lage im Westen sehr dringend. Dazu heißt es an diesem Tage im Kriegstagebuch des Ober¬ befehlshabers Ost: „Damit ist der erste Anstoß zum Einstellen der Operation gegeben. Erst das Zusammentreffen der beiden Momente: Befehl der Obersten Heeresleitung und ihr Anhalten der Heeresgruppe Leopold und das Erscheinen starken Feindes aus nordöstlicher Richtung (bet Dünabur g^)) veranlassen den Chef des Generalstabes, dieses zu be¬ fürworten. Stark unterstützt wird er in dieser Auffassung durch den Ersten Generalstabsoffizier (Oberstleutnant Hoffmann)." Cs wurde befohlen: „12. Armee und 1. Landwehr-Division werfen den Feind über die Verezyna zurück und folgen dann nur mit Vortruppen. 12. Armee geht im Anschluß an die 9. Armee an der Verezyna-Mündung zur Verteidigung über... — 8. Armee bleibt im Angriff gegen Linie Wolozyn—Du- bina... — 10. Armee setzt Angriff fort." Sie sollte mit der Gruppe Hutter im allgemeinen nicht über den Serwecz, rechten Nebenfluß der Wilia, hinausgehen. Inzwischen war der Kampf bei der 12., 8. und 10. Armee weiter¬ gegangen, hatte aber keine Fortschritte von Bedeutung gebracht, obgleich an manchen Stellen fest zugepackt wurde. So verlor die 16. Landwehr- Division des Generalleutnants Sommer, als sie in der Nacht vom 24. zum 25. September Krewo nahm, 17 Offiziere und 800 Mann. Der Ostflügel erwehrte sich mit Erfolg heftiger russischer Angriffe. Das Kavalleriekorps Garnier mußte seinen linken Flügel vor immer weiter herumgreifender russischer Kavallerie von der Wilia nach Dolhinow zurückbiegen. Auch am 26. September wurden nur örtliche Erfolge erzielt. Im r«. Septem»«, großen ganzen lagen die 12. und 8. Armee am Sumpsabschnitt der unteren Verezyna von der Mündung bis östlich von Vogdanow, der rechte Flügel der 10. Armee von dort bis Smorgon vor starken russischen Stellungen fest. Da alle Armeen des Oberbefehlshabers Ost bereits zahlreiche Kräfte 9 Linker Nebenfluß des oberen Njemen. 2) Gemeint war wohl Mitau (S. 537).