Vorstoß der Vug-Armee östlich des Bug. 427 pflegungsvorräte und viel Geschühmaterial mit Munition sollten abtrans¬ portiert sein. Das deutete auf planmäßige Räumung der Festung. In der Tat schwenkte am 20. August die russische 4. Armee (XVI., Grenadier-, XXV., XV., VI. sibirisches, IX. Korps) in die Linie Kleszczele —Wysoko Litowfl—östlich von Ogrodniki zurück, anschließend an sie hatte die 3. Armee (XXIV., X„ XIV., III. kaukasisches, XXIX., XXIII., XXXI. Korps, 4. Kavalleriekorps) diesseits des Bug die Linie östlich von Ogrodniki—Koben erreicht, jenseits des Flusses hielt sie die weitgedehnte Linie Koben—Szack—Turyjsk—Wladyslawow (östlich von Wladimir Wolynsk). Die russische 13. Armee war am 17. August ausgelöst worden. Ihre Truppen wurden, soweit man sie nicht an andere Fronten abtrans¬ portierte, der 3. Armee zugeteilt. Auch die Festung Brest Litowfl war dieser unterstellt worden. Die russische Führung war sich offenbar der schweren Gefahr bewußt, die der Durchführung ihrer Rückzugsbewegung aus einem Druck des Gegners auf dem rechten Bug-Afer östlich an Brest Litowfl vor¬ bei erwachsen mußte. Sie sorgte daher dort für stärkste Abwehr. Infolgedessen gelang es auch am 20. und 21. August der Vug- Armee nicht, bis an die Straße Luboml—Piszcza vorzudringen, obwohl das ganze XXXXI. Reservekorps von Süden durch die Seenplatte hin¬ durch zu umfassen suchte und die 22. Infanterie-Division links neben der 1. eingriff. Erst am 22. August stieß das XXXXI. Reservekorps über diese Straße auf Mielniki vor. Gleichzeitig in der Front stark angepackt, gab der Feind nun endlich auch Piszcza und die Gegend nördlich davon frei. Obschon General von Linsingen seine Kräfte östlich des Bug noch durch das Korps Gerok (11. bayerische und die 107. Infanterie-Division) verstärkte, ließ sich jedoch der zähe Gegner in den nächsten Tagen in dem schwierigen Wald- und Sumpfgelände nur wenige Kilometer zurückdrücken. Hinter starken Sperrstellungen flössen seine Hauptkräfte auch weiterhin auf Kobryn ab. Am 24. August sehte sich das Kavalleriekorps Heydebreck nach tage¬ langen Kämpfen in Besitz des Eisenbahnknotenpunktes Kowel und stieß von dort in nördlicher Richtung auf Ratno vor. Cs trat nunmehr unter den Befehl des Oberkommandos der Vug-Armee. Teile der ö.-u. 1. Armee waren dem Kavalleriekorps bereits in den letzten Tagen auf Kowel gefolgt. Die Armee, weiterhin durch Abgaben der 4. Armee verstärkt, gruppierte sich bereits für die ihr anbefohlene Offensive nach Südosten. Am 22. August war sie auf Antrag des Generalobersten von Conrad aus dem Befehls¬ bereich der Heeresgruppe Mackensen ausgeschieden. General von Linsingen sah in dem starken Widerstand, den seine Armee auf dem Ostufer des Bug fand, die Absicht des Feindes, die 2». hts 24. A«g«st.