Der Befehl zum Mergang über die Weichsel unterhalb von Jwangorod. 405 4. Der weich sel - Übergang der Armee-Abteilung Woyrsch. Karten 6 und 7, Skizze 25. Der Waffenerfolg der 11. Armee bei Viskupice, durch den die ri.bisrs.Ju«. Offensive der Heeresgruppe Mackensen wieder in Fluß gebracht worden war, fiel zeitlich mit einem nicht minder wichtigen Ereignis an der linken Nachbarfront zusammen, dem Übergang der Armee-Abteilung Woyrsch4) über die Weichsel. Generaloberst von Woyrsch hatte auf Grund der am 21. Juli abends eingegangenen Weisung der ö.-u. Heeres¬ leitung, unter Sicherung gegen Jwangorod mit möglichst starken Kräften über Nowo Aleksandrja in den Kampf der ö.-u. 4. Armee einzugreifen3), sofort nach Erreichen der Weichsel oberhalb der Festung Erkundungen gegen die Linie Nowo Aleksandrja—Golomb angesetzt. Der Übergang sollte in der Nacht vom 24. zum 25. Juli bei Nowo Aleksandrja unter gleichzeitiger Scheinunternehmung der Landwehr-Division des Generals Grafen von Bre- dow bei Ianowiec erfolgen. Vei einer Besprechung mit General von Fal¬ kenhayn am 23. Juli äußerte indessen der Generalstabschef der Armee- Abteilung, Oberstleutnant Heye, Bedenken gegen den Übergang bei Nowo Aleksandrja, da an dieser Stelle der Vorteil der Überraschung fortfallen würde, und schlug vor, unterhalb der Festung überzugehen. Abgesehen von der Möglichkeit der Überraschung würde hier die Fortführung des Stoßes den Rücken des der ö.-u. 4. Armee gegenüberstehenden Feindes treffen und sich operativ wesentlich günstiger auswirken. General von Falken¬ hayn, der, wie schon erwähnt3), der gleichen Ansicht war, stellte eine ent¬ sprechende Abänderung nach Verständigung mit Generaloberst von Conrad in Aussicht. Inzwischen wurde für alle Fälle mit der Vorbereitung des Über¬ ganges bei Nowo Aleksandrja begonnen. Erst am späten Abend des 24. Juli ging dann die neue Weisung aus Teschen beim Oberkommando in Radom ein, nach der der Weichsel-Übergang unterhalb von Jwangorod in der Gegend der Radomka-Mündung durch das Landwehrkorps und die Landwehr-Division Vredow erzwungen werden sollte4). Das ö.-u. XII. Korps des Generals von Köveß erhielt den Auftrag, den Strom von der Chodel-Mündung abwärts bis Kozienice unter Abschließung von Jwangorod zu sichern und nach Eintreffen schwerer Artillerie die Festung anzugreifen. General von Falkenhayn fügte dieser Weisung am 25. Juli J) Die Armee-Abtlg. Woyrsch bestand aus: L. D. Vredow, Ldw. K. (3. und 4. L. D.), Gruppe Követz (ö.-u. XII. Korps mit 16. und 35. 3. D.), ö.-u. 7. und 9. K. D. 2) S. 398. — s) S. 398. — 4) S. 398/399.