270 Der Angriff des Oberbefehlshabers Ost gegen die russische Narew-Front. Anlage: In«. Beiderseitige Kräfteverteilung am 1. Juli 1915. deutsche4) russische — Inf. Div. Kav.Div. Inf. Div. Kav.Div. Bemerkungen 9. Armee 10*) 1 io 7i 0 *) einschl. Armee-Gruppe Gallwih . 9 V2**) 0 8i/4***) 1 XVII. A. K. 8. Armee 5V2 0 772 0 **) einschl. 10. Armee 7 2 io V, 3 3. I. D. Njemen-Armee 7 Vs 572 9 9 ***) ohne TT ftf» 39% 872 457, 13 11. sio. 3v. Bemerkung: Die deutschen Infanterie-Divisionen bestehen zum größten Teil aus drei Regimentern zu drei Bataillonen, die russischen aus vier Regimentern zu vier Bataillonen; die Zahl der Eskadrons der deutschen und russischen Kavallerie- Divisionen ist gleich. 1. Cm Einsatz von drei Divisionen^) im Rahmen der Armee Woyrsch zu einem Uferwechsel südlich Iwangorod führt zu einer un¬ mittelbaren, aber wahrscheinlich nur frontalen Unterstützung der Sto߬ gruppe. Eine offensive Betätigung des Ostheeres hört damit jedoch aus. 2.Eine Verstärkung der 9. Armee um zwei Divisionen3) wäre nicht wirksam genug, um die Gesamtlage zu beeinflussen. Der Russe hat hier zahlreiche Stellungen vorbereitet, die durchbrochen werden müßten. 3. Die Armee-Gruppe Gallwitz durch XVII. Armeekorps verstärkt, könnte in schweren Kämpfen die Russen bis in die Linie Plonsk— Pultusk zurückwerfen. Diesen müßte sich der Angriff auf Rowogeorgiewsk anschließen. Die Unternehmungen sind aussichtsvoll, falls für den An¬ griff auf Rowogeorgiewsk schwerste Artillerie zur Verfügung gestellt werden kann. Die Operation steht im Rahmen der Gesamthandlung, -unterstützt sie aber nicht in wirkungsvollster Richtung. 4.Diese liegt an sich bei O s o w i e c. Rach eingehender Prüfung der Verhältnisse ist aber festzustellen, daß ein Infanterieangriff über den Vobr südlich Osowiec und auf Gonionds") zwar möglich ist; er müßte aber "9 ©eit April (vgl. S. 104) war die 22. I. D. abgegeben worden; als Neu¬ bildungen waren 4. G. I. D., Div. Beckmann und Abt. Libau hinzugekommen. Anker den Infanterie-Divistonen befanden sich bei der 9. Armee, der Rjemen-Armee und der Armee-Gruppe Gallwih je sechs, bei der 10. Armee fünf und bei der 8. Armee zwei aktive oder Reserve-Divisionen. — Alle übrigen Verbände kamen ihrer Zusammen¬ setzung nach für Teilnahme an entscheidenden Angriffsunternehmungen erst in zweiter Linie in Frage. 2) Über Verwendung der vierten Division siehe S. 272. 3) Rur zwei Divisionen, da das XVII. A. K. ohnehin zur 9. Armee gehörte. 4) Ort unmittelbar östlich von Osowiec.