224 Der Sommerfeldzug der Verbündeten in Galizien. 14. Zuni. Vehr aufrechtzuhalten, das seinen konzentrischen Angriff im Kotowka-Walde durchzuführen und seinen rechten Flügel auf Oleszyce vorzuführen gedachte. Die ö.-u. 4. Armee wurde nach Osten auf Cewkow und nach Norden auf Krzeszow am San angesetzt. Der rechten Nachbararmee wurde befohlen, den Angriff „fortzusetzen oder nachdrücklichst zu beginnen". Unter der Wirkung des Durchbruchs der 11. Armee war indessen der Feind auch vor der ö.-u. 2. Armee bereits in der Nacht zum 14. Juni in die allgemeine Linie Strwiaz—Vonow zurückgegangen. Sie schwenkte rechts und schritt zum Angriff gegen diese Stellung. Auch dem rechten Flügel der 11. Armee, dem XXXXI. Reserve- und ö.-u. VI. Korps, stellte sich der Feind am 14. Juni erst in den Stel¬ lungen beiderseits des Krakowiec-Sees. In erbitterten Vorfeldkämpfen schob sich das XXXXI. Reservekorps an die Höhen diesseits des Szklo heran. Die Absicht der ungarischen 39. Infanterie-Division, südlich des Sees das Korps des Generals von Frangois zu entlasten, gelang nicht, da sie selbst auf Feind stieß. Auch die ö.-u. 12. Infanterie-Division stand nördlich des Sees vor einem schwierigen Frontalangriff. Der Übergang über die Szklo- Niederung wurde ihr durch ihren mit dem Gardekorps vorgehenden linken Flügel geöffnet. Sie gelangte daraufhin noch bis in Höhe des Ostrandes des großen Sees und nachts noch bis vor Swidnica. Das Gardekorps traf wider Erwarten bei Wielkie Oczy auf besonders harten Widerstand. Erst um 4° nachmittags konnten die Divi¬ sionen zum Sturm antreten. Die 1. Garde-Infanterie-Division unter Oberst Eitel Friedrich Prinz von Preußen überwand den Vereznik und weitete diesen Erfolg nach Norden aus. Dann stieß auch der linke Flügel der Division über Wielkie Oczy durch. Die geplante Umfassung der 2. Garde-Infanterie-Division von Norden her war an der Stärke des Vucznik-Massivs gescheitert. Erst nach der Entlastung durch die 1. Garde- Infanterie-Division konnte ihr rechter Flügel um 7° abends nach hartem Kampf in Wielkie Oczy eindringen und dann an den rechten Nachbar An¬ schluß gewinnen. Dadurch auch von Süden umfaßt, fiel der Vucznik. Indessen kam der linke Flügel nicht mehr erheblich vorwärts, zumal da die Lage in der Waldzone weiter nördlich nicht geklärt war. Hier waren die beiden südlichen Divisionen des XXII. Reservekorps dem auf die Ladowa Niwa-Höhe zurückgehenden Feinde gefolgt. Nach beschwerlichem Vormarsch nahm die 43. Reserve-Division des Generalmajors von Runckel um 7° abends die dortige Stellung in Besitz. Die 44. Reserve-Division erreichte erst bei Dunkelheit den Raum südlich von Lukawiec, Teile von ihr schwenkten auf Lukawiec ab. Dort trat auch die 107. Infanterie-Divi¬ sion, nachdem sie feindliche Nachhuten von Abschnitt zu Abschnitt zurück-