Das Korps Vothmer geht über den Dniester zurück. 213 waren nicht mehr vorhanden. So mußten die Garde und die Reste der 40. Infanterie-Division (rund 700 Gewehre) in die Stellungen vom Abend des 6. Juni dicht nördlich des Flusses zurückgenommen werden. Da die seit Mittag im Anmarsch befindliche 1. Infanterie-Division jedoch nicht vor dem nächsten Morgen zur Stelle sein konnte — nur ein Bataillon traf spät abends völlig erschöpft in Zurawno ein —, und da es fraglich schien, ob es gelingen würde, den russischen Vorstoß auf dem rechten Dniester-Üser so lange aufzuhalten, die schwer bedrängte Garde aber nicht der Vernichtung ausgesetzt werden durfte, so entschloß sich General Graf von Vothmer zur Räumung des Nordufers während der Nacht und nahm die 3. Garde-Infanterie-Division ohne Störung durch den Feind bis hinter die Swica in die Gegend von Tarnawka zurück. Rechts neben ihr sollte die 1. Infanterie-Division aufmarschieren, von beiden Divisionen am nächsten Tage der Angriff nach Nordwesten wieder aufgenommen werden. Der 38. Infanterie-Division wurde die Sicherung am Dniester von Cwitowa bis zur Swica-Mündung übertragen. General von Linsingen billigte diese Maßnahmen. Der rechte Flügel der Gruppe Szurmay hatte sich bis in den Nachmittag hinein der feindlichen Übermacht nur mühsam erwehrt. Cr ging gegen Abend in die Linie Stare selo—Zarika zurück und stellte die Verbindung zum linken Flügel wieder her, der sich nördlich von Königsau hatte halten können. Der erst abends bei Dobrowlany eintreffenden 4. Kavallerie-Division wurde befohlen, den Winkel zwischen Tysmienica und Vystrzyca vom Feinde zu säubern und alsdann gegen den Rücken der in der Linie Iosefsberg—Opary stehenden Ruffen vorzugehen. Während der Nacht verhielt sich der Feind ruhig. Am 10. Juni besetzte er das vom Korps Vothmer geräumte linke Dniester-Üfer und fühlte vorsichtig nach Zurawno hinein. Im Dniester—Stryj-Winkel ging er im Laufe des Tages bis über die Linie Zurawno—Pokrowce vor. Der Gruppe Szurmay stand er morgens auf naher Entfernung gegenüber, vor der 4. Kavallerie-Division hielt er die Linie Lipowiec—Hruszow. Dieses zögernde Verhalten kam der Einleitung der neuen Operation der Südarmee zustatten. Die am Vormittag in und nördlich von Stanislau eintreffende deutsche 5. Kavallerie-Division und das Korps Hofmann unter¬ stellte General von Linsingen dem General der Kavallerie Freiherrn M a r s ch a l l mit dem Aufträge, bei rückgängigen Bewegungen des Gegners sofort zum Angriff überzugehen. Die vom Korps Gerok zurückgebliebenen Teile der ö.°u. 19. Infanterie-Division wurden der 5. Kavallerie-Division noch bis zum nächsten Morgen belassen, da der Feind nach einem bei der 7. Armee abgehorchten Ferngespräch mit je einer Infanterie- und Kaval-