Die Mitte der Südarmee überschreitet den Dniester. 207 keine Rücksichten auf den zurückbleibenden Flügel der 7. Armee von schnellstem Vorgehen Richtung Stanislau abhalten zu lassen". Diese Weisung wurde auch nach dem Eintreffen der Bitte des Generals von Pflanzer-Baltin um unmittelbare Hilfeleistung ausdrücklich aufrecht¬ erhalten. Das Korps Gerok vermochte jedoch den feindlichen Widerstand öst¬ lich und nördlich von Holyn am 5. Juni nicht mehr zu brechen. Auch das Korps Hofmann kam zunächst nicht vorwärts. Erst am Nachmittag konnte es die russischen Stellungen auf den Höhen beiderseits von Zawadka nehmen und in sofort einsetzender Verfolgung nach Osten Raum gewinnen. Infolgedessen zog der Gegner während der Nacht auch weiter südlich beiderseits der Lomnica ab. An den Westrändern von Nowica, Kalusz, Kopanka und Tomaszowce fanden jedoch die Korps Gerok und Hofmann am nächsten Tage neuen hartnäckigen Widerstand, dessen Riederkämpfung sich zum Teil bis in die ersten Morgenstunden des 7. Juni hinzog. Südlich der Swica und des Dniester folgte die 1. Infanterie-Division dem weichenden Gegner am 5. und 6. Juni bis Dolzka und Slope. Die 38. In¬ fanterie- und 3. Garde-Insanterie-Division drangen am Abend des 5. in das zäh verteidigte Zurawno ein und in äußerst erbitterten, verlustreichen Straßenkämpfen bis an den Dniester vor. Teile beider Divisionen folgten im Morgengrauen des 6. Juni dem flüchtenden Feinde auf dem Fuße über zwei von ihm nicht rechtzeitig zerstörte Behelfsbrücken auf das jenseitige Ufer, wo heftiges Feuer von den Berghängen sie zwang, sich einzugraben. Am Nachmittag ließ die feindliche Gegenwirkung nach, der Feind schien abzuziehen. Die Verbündeten erstiegen die steilen Höhen und setzten sich beiderseits von Vakoczin fest. Der linke Flügel der Garde erkämpfte sich mittags den Übergang bei Holeszow. Nachmittags vollzog die 1. Kavallerie- Division bei Zurawno den Aferwechsel. Am 7. Juni sollte die Offensive von den Korps Gerok, Hofmann und 7.3»»t. Bothmer in südöstlicher Richtung auf Stanislau, Iezupol und Halicz fort¬ gesetzt werden. Den Schutz der linken Flanke des Korps Bothmer hatte die 40. Infanterie-Division zu übernehmen, die an den beiden letzten Tagen nach Zyrawa herangezogen worden war und nun über Zurawno bis zur Eisenbahnstation Nowosielce vorgehen sollte. Die Aufklärung nach Norden bis zur Bahn Rohatyn—Chodorow wurde der 1. Kavallerie-Division übertragen. Während der rechte Armeeflügel südlich des Dniester im Laufe des Tages unter leichteren Kämpfen bis Majdan, Kudlatowka und über den Siwka-Abschnitt von Wojmlow abwärts vordrang, verzögerte sich der be¬ fohlene Rechtsabmarsch der 38. Infanterie-und 3. Garde-Infanterie-Division nach Südosten, da zunächst noch heftiger Widerstand beiderseits Nowoszyn