Unterhalb von Iaroslau wird der San erreicht. 145 Anfang üjezna. Die 19. Infanterie-Division unter Generalleutnant Hof¬ mann nahm von einem in der Frühe des Tages geplanten Sturm gegen die starken russischen Stellungen in der Niederung zwischen Wislok und San auf Befehl des Kommandierenden Generals Abstand. General von Cmmich glaubte, daß der Feind schon unter dem Eindruck des Vorgehens der 20. Infanterie-Division und des rechten Flügels der ö.°u. 4. Armee gegen den San seine Stellungen gegenüber der 19. Infanterie-Division aufgeben würde. Diese sollte daher nur den Angriff der 20. Infanterie-Division über den San gegen eine Bedrohung aus dem Brückenkopf von Sieniawa sichern. Der Führer der ö.-u. 4. Armee, Erzherzog Joseph Ferdinand, sah davon ab, den Saw-Übergang durch seinen rechten Armeeflügel noch am heutigen Tage erzwingen zu lassen, da das Armee-Oberkommando 11 auf eine Anfrage geantwortet hatte: „Gleichmäßige Forcierung auf ganzer Front zu erzwingen, heute nicht beabsichtigt. . . Gelingt einem Korps der Übergang, so wird dies Forcierung durch andere Korps nach sich ziehen." Die San-Front der 4. Armee streckte sich nach Norden bis in die Gegend westlich von Lllanow. Die feindlichen Stellungen im waldbedeckten, von zahlreichen Vachläufen durchzogenen San—Weichsel-Winkel erwiesen sich als tief ausgebaute Widerstandszone. Die Verschiebung russischer Ver¬ stärkungen über Sandomierz aus das östliche Weichsel-Üfer und der Ein¬ sah bereits nach Sandomierz zurückgenommener Kräfte gegen den rechten Flügel der ö.-u. 1. Armee westlich der Weichsel ließen auf die Absicht des Feindes schließen, den San—Weichsel-Winkel und den Anschluß an seine Stellungen auf dem jenseitigen Weichsel-Üfer zu halten. Damit schien er sich gleichzeitig auch die Möglichkeit einer Offensive aus dem Brückenkopf von Sandomierz gegen die Flanke der am San im Kampf stehenden Armeen wahren zu wollen. Die 4. Armee wollte sich demgegenüber zunächst auf die Herstellung einer „verstärkten Widerstandslinie" beschränken und für den eigenen Angriff erst die im Antransport befindlichen Verstärkungen^) ab¬ warten. Die ö.-u. 3. Armee schob ihren linken Flügel näher an die Südwest- sront von Przemysl heran. Das Veskidenkorps, das südlich der Festung den zurückgehenden russischen Hauptkräften folgte, stieß beiderseits von Husakow auf feste Stellungen hinter der Slotwina und Bucht«. Da dieser befestigte Abschnitt die von Przemysl ostwärts führende Straße und Bahn schuhte, mußte man mit starker feindlicher Abwehr rechnen. Das Veskidenkorps 0 Band VII, 6.421; — öst. 21. I. D. von 3. Armee, Kkdo.VIII., ung. 37. und 41. 3- D. von 2. Armee. I Weltkrieg. VIII. Band. 10