B. Der Gommerfeldzug der Verbündeten in Galizien. I.Die Erzwingung des San-Überganges bei Iaroslau vom J4. bis 20. Mai. Karten 5 und 6, Skizzen 13 und 15. Nach der von den Generalstabschefs der verbündeten Heere am 12.Mai in Pleß getroffenen Vereinbarung^) sollte die Verfolgungs¬ operation in Galizien zunächst bis an die San — Wisznia- Linie sowie gegen den oberen D n i e st e r fortgeführt werden. Cs war zu erwarten, daß hierbei noch starker Widerstand des Feindes zu überwinden sein würde. Waren diese Abschnitte fest in die Hand genommen, so sollte das weitere Verfahren auf dem galizischen Kriegsschauplatz vom Verlaufe der Dinge auf dem Ostflügel abhängig gemacht werden. Diesem kam im Hinblick auf die unsichere Haltung Rumäniens besondere Bedeutung zu. Gelang es schon durch das Vorgehen des rechten Flügels der ö.-u. 2.2lrmee und der deut¬ schen Südarmee südlich des Dniester die in Ostgalizien und der Bukowina gegen die ö.-u. 7. Armee gerichtete russische Offensive zum Stillstand zu bringen, so wollte man sich auf das Halten des San—Wisznia—Dniester- Abschnitts beschränken. In diesem Falle beabsichtigte General von Falken¬ hayn, die 11. Armee zu anderweitiger Verwendung herauszuziehen und der ö.-u. Heeresleitung zu überlasten, ob und inwieweit sie noch mit ihren eigenen Truppen (einschließlich der deutschen 47. Reserve-Division und des Ves- kidenkorps) verfolgen wollte. Erwies sich hingegen der entlastende Druck der aus der Karpaten-Front vordringenden Armeen nicht als ausreichend, um in Ostgalizien und in der Bukowina einen entscheidenden Umschwung der Lage herbeizuführen, so war die Fortführung der Operation über den San und Dniester hinaus in Aussicht genommen, bei der der rechte Flügel der 11. Armee die Richtung auf Lemberg einschlagen sollte. General von Falkenhayn sah in solcher Entwicklung eine erwünschte Gelegenheit, den Russen, falls sie standhielten, nochmals einen ihre Offensivkraft auf lange Zeit lähmenden Schlag zu versetzen. Der ö.-u. Generalstabschef hielt für diesen Fall, wie er am 14. Mai an General von Falkenhayn schrieb, sogar „die energische gemeinsame Fortführung des Krieges gegen Ru߬ land für geboten, mit dem Mindestziel der Wiedergewinnung des Gebietes